Neue Ausstellung im Deutschen Architektur Museum

Paulskirche: Denkmal unter Druck

DAM-Direktor Peter Cachola Schmal und Oberbürgermeister Peter Feldmann beim Rundgang durch die Ausstellung. Foto: Rüffer/p

Sachsenhausen (red) – Eine neue Ausstellung im Deutschen Architektur Museum (DAM) schildert die Baugeschichte der Paulskirche von 1786 bis in die Gegenwart entlang der jeweiligen gesellschaftlichen Strömungen.

Denn gestern wie heute versuchten politische Akteure die Paulskirche für ihre Agenda zu nutzen.

Ziel des Projektes von DAM und Wüstenrot Stiftung ist es, das Verständnis für den bestehenden Paulskirchenbau zu verbessern und den Blick auf die Hintergründe der ursprünglichen Entwurfshaltung zu schärfen. Die Ausstellung versteht sich als Beitrag zum Dialog über die Zukunft der Paulskirche, der in diesem Sommer angestoßen wurde. Während die Stadt ein künftiges Demokratiezentrum in der Nachbarschaft zum Demokratieort Paulskirche plant und mit dem Architekturbüro „AS+P Albert Speer + Partner“ über das qualifizierte Verwerfen einer historischen Rekonstruktion der Paulskirche diskutiert, möchte das DAM Aufklärungsarbeit leisten. Daher beschränkt sich die Ausstellung nicht allein auf Historisches der Vor- und Nachkriegszeit, sondern lässt auch unterschiedliche aktuelle Positionen zu Wort kommen. Die Besucher sind eingeladen, diese um ihre eigenen Überlegungen zu ergänzen.

Die Sammlung des DAM enthält den umfangreichen Nachlass des Architekten Johannes Krahn. Diese Quelle ermöglichte es unter anderem, dem rätselhaften Turmzimmer („Präsidentenzimmer“) auf den Grund zu gehen, in dem die wechselvolle Geschichte des Baus kulminiert. Der Architekturfotograf Moritz Bernoully erstellte einen Fotoessay über den aktuellen Zustand des Gebäudes. Darüber hinaus werden zahlreiche historische Bilder gezeigt.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 16. Februar im Haus am Schaumainkai 43. Weitere Infos stehen auf www.dam-online.de.

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