2,4 Millionen Euro Kosten

Goetheturm: Eröffnung im Frühjahr 2020 geplant

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Frankfurts Baudezernent Jan Schneider (links) mit Spendern, im Vordergrund das Modell des neuen Goetheturms, im Hintergrund die Fundamente des abgebrannten Turms in Sachsenhausen.

Sachsenhausen (zjs) – Frankfurts Baudezernent Jan Schneider hat in Sachsenhausen die Pläne für den Wiederaufbau des Goetheturms vorgestellt.

Direkt nach dem Brand im Oktober 2017 wurden die Frankfurter Bürger online befragt, wie sie sich den neuen Turm vorstellen. 47.000 Stimmen wurden abgegeben und fast 80 Prozent äußerten den Wunsch, dass der Turm so aussehen sollte, wie der Vorgänger. „Deshalb freuen wir uns, dass nun die Planungen für die Rekonstruktion abgeschlossen sind und wir mit dem Aufbau des Goetheturms im Herbst beginnen können“, sagte Jan Schneider an den Fundamenten des abgebrannten Aussichtsturms.

Wenn alles nach Plan läuft, soll der neue Turm im Mai 2020 bei einem großen Bürgerfest der Öffentlichkeit übergeben werden. Das neue Frankfurter Wahrzeichen soll sich nicht von seinem Vorgänger unterscheiden, der seit 1931 als Aushängeschild das Bild des Stadtwalds in Sachsenhausen prägte. „Allerdings sei der alte Turm auch ein bauliches Sorgenkind der Stadt gewesen“, räumte der Baudezernent ein. Wasser, Holzschutz und Verbindungselemente hätten viel Pflege und Instandsetzungsaufwand mit sich gebracht. Das ist bei dem neuen Exemplar definitiv besser gelöst, „denn wir wollen der nächsten Generation einen Goetheturm hinterlassen, der langlebiger als sein Vorgänger ist“, sagte Schneider. An einigen Schnittstellen werden kaum sichtbare Stahlelemente verbaut. Sie sollen den Turm widerstandsfähiger gegen Feuchtigkeit machen. Ferner können dadurch einzelne Hölzer ausgetauscht werden, ohne den Turm abbauen zu müssen. Mit Teeröl darf das Holz allerdings nicht imprägniert werden. Denn das war ein Grund, warum der alte Turm so schnell abgebrannt ist.

Die unterirdischen Fundamente sollen ebenfalls erhalten bleiben, oberirdisch wird alles erneuert. Die Treppenstufen und Geländer werden aus Eichenholz sein und einheitlich gestaltet, um die Stolpergefahr zu verringern. Über die geplanten Sicherheitsmaßnahmen für den 43 Meter hohen Turm, wurde aus nachvollziehbaren Gründen keine Auskunft erteilt.

Für die Kosten von insgesamt 2,4 Millionen Euro kommt die Versicherung mit rund zwei Millionen Euro auf, der Rest wird durch Spenden finanziert. Bei der Vorstellung des neuen Turms brachte Christoph Schmitt vom Verein für den Wiederaufbau des Frankfurter Goetheturms einen Scheck mit, ebenso Beata von Proll von der gleichnamigen Immobilienfirma. Zusammen übergaben sie fast 24.000 Euro. Die Firma Löw, vertreten durch Peter Löw, Martin Bendrick und Matthias Schmidt, feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen und steuert das Dach für den Turm bei.

Am 4. und 5. Mai findet das Goetheturmfest vom Vereinsring Sachsenhausen statt, bei dem ebenfalls Spenden für den Neuaufbau gesammelt werden. Jan Schneider zeigte sich erfreut über das bürgerschaftliche Engagement der Menschen in Frankfurt und aus der Region.

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