Grüne-Soße-Königin nun unter den Fittichen des Vereinsrings Oberrad

Ein neues Zuhause für das Krönchen

Grüne-Soße-Königin Susanne Reichert ist nun noch zwei weitere Jahre im Amt. Foto: p

Oberrad (red) – Die Grüne Soße gehört ins Gärtnerdorf Oberrad wie die Zwiebel zum Handkäs’ – und die Grüne-Soße-Königin? Die natürlich auch! Allerdings hat das Krönchen ein neues Zuhause gefunden – und zwar den Vereinsring Oberrad.

Der Grund: Das Amt, das nicht nur das Produkt „Grüne Soße“ repräsentiert, sondern auch die Oberräder Gärtnereibetriebe und den Stadtteil in seiner Gesamtheit, sollte an ein Gremium angebunden werden, das auch auf lange Sicht den Verbleib im Stadtteil sicherstellt.

„Ich übe das Amt seit zwei Jahren aus und anfangs hätten wir nie gedacht, dass es eine solche Dimension erreichen könnte“, sagt die amtierende Hoheit Susanne I. und lächelt. „Aber bei der Eigendynamik stellte sich ganz fix die Frage: Machen wir es ganz oder gar nicht; da wir keine halben Sachen machen, war klar, wir machen es richtig.“ Wenn Susanne Reichert von „wir“ spricht, dann ist damit auch der Initiator dieser royalen Idee, einer der Inhaber des Restaurants „Grüne Soße und mehr“, Kai Abicht, gemeint. Vor drei Jahren beschäftigte ihn der Gedanke, dass es für vieles ein Repräsentantenamt gibt, nur nicht für die Grüne Soße.

Was als kleine Idee bei Apfelwein und Grüner Soße geboren wurde, hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem verstärkenden Faktor im Hinblick auf die Außenwahrnehmung des Stadtteils entwickelt. Und nun wird der Vereinsring Oberrad das neue, royale Zuhause? „Ich liebe das Amt und ich bin glücklich und froh, Oberrad noch zwei weitere Jahre repräsentieren zu dürfen, aber man muss ganz klar sagen, diese Funktionen leben natürlich davon, dass von Zeit zu Zeit die Gesichter wechseln“, erklärt Susanne Reichert. „Nach fünf Jahren rollt jeder mit den Augen und denkt sich: Die schon wieder. Und genau da fingen unsere Überlegungen an. Wie geht es weiter, wenn ich das Amt nicht mehr ausübe und eine Nachfolgerin gesucht wird?“

Kai Abicht ist ganz klar daran gelegen, dass das Amt im Stadtteil bleibt und nicht abwandert, würde man zu gegebener Zeit keine Nachfolgerin finden. Zudem sollte auch eine unterstützende Basis im Hinblick auf die Organisation und die Betreuung der Amtsinhaberin sichergestellt sein. Der Vereinsring Oberrad ist das Gremium, in dem viele Einrichtungen, Vereine und Initiativen zu finden sind, die das Gesicht des Stadtteils ausmachen; seit letztem Jahr ist auch die Oberräder Gärtnervereinigung Mitglied. Wenn er das Amt der Grüne-Soße-Königin in andere Hände geben würde, dann käme für Abicht nur der Vereinsring in Frage.

Gesagt, getan! Bei der Sitzung im März stellte der Vorsitzende Peter Keller den Antrag, die Oberräder „Frankfurter Grüne-Soße-Königin“ unter die Fittiche des Vereinsrings Oberrad zu nehmen und in der Mitgliederversammlung wurde der Antrag einstimmig angenommen. „Wir sind stolz, die Grüne-Soße-Königin nun in unseren Reihen zu wissen und hoffen auf eine gute und lange Zusammenarbeit“, betont Peter Keller. „Derzeit ruhen viele Vereinsgeschäfte, aber wenn die Corona-Krise vorbei ist, wird die Grüne-Soße-Königin unseren Stadtteil in gewohnter Weise würdig vertreten.“

Und auch Susanne Reichert freut sich; zum einen, dass sie noch einmal eine zweijährige Amtszeit vor sich hat, zum anderen, dass sie so eine breite Unterstützung und Wertschätzung der Mitgliedsvereine erfährt. Wann die Amtseinführung für den Vereinsring Oberrad stattfinden kann, hängt von der Entwicklung der Corona-Krise in den nächsten Monaten ab.

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