Baudezernent Schneider würdigt bei  Richtfest innovativen Neubau an der Schillerschule

Neue Sporthalle hat Pausenhof auf dem Dach

Stadtrat Jan Schneider, Schulleiterin Claudia Wolff und Dirk Landwehr von Trapez Architektur auf dem beweglichen Dach. Foto: Rueffer/ p

Sachsenhausen (red) – Mit dem Bau einer neuen Sporthalle verbessern sich die Bedingungen für den Sportunterricht an der Schillerschule in Sachsenhausen.

„Trotz der beengten Platzverhältnisse ist es dank eines innovativen Konzepts gelungen, bei dem Neubau die verschiedenen Interessen der Schule zu berücksichtigen“, sagte Baudezernent Jan Schneider beim Richtfest vergangene Woche. „Mit der begehbaren Dachfläche, die als Pausenhof nutzbar ist, schlagen wir einen neuen Weg ein, der richtungsweisend ist für andere Schulbauprojekte in der wachsenden Stadt Frankfurt. Wir werden auch künftig verschiedene Nutzungen stapeln müssen, wenn nicht genügend Platz vorhanden ist, um sie nebeneinander unterzubringen. “.

Bisher verfügt das vierzügige Gymnasium mit rund 1200 Schülern nur über eine kleine, nicht normgerechte Gymnastikhalle im Untergeschoss der Schule und nutzt zudem zu bestimmten Zeiten eine angemietete Vereinshalle. Damit kann der Bedarf nicht vollständig gedeckt werden. Da die vorhandene Gymnastikhalle nicht erweitert werden kann, wurde der Neubau einer Einfeld-Sporthalle geplant. Wegen der beengten Platzverhältnisse auf dem Schulgelände war der Planungsprozess ungewöhnlich aufwendig. Da der Neubau auf dem Schulhof entsteht, muss für die wegfallende Fläche eine Ersatzlösung gefunden werden. Deshalb wurde entschieden, die Turnhalle teilweise einzugraben und das Dach als Pausenfläche zu nutzen. Die Verkleinerung des Hofs wird dadurch weitgehend kompensiert.

Auf dem Dach sind ein beschatteter Freisitz sowie verschiedene Spiel- und Bewegungsflächen vorgesehen. Dort besteht auch die Möglichkeit, in einem „grünen Klassenzimmer“ Unterricht im Freien anzubieten. Der Zugang zur Dachfläche wird durch Rampen und einen Aufzug barrierefrei hergestellt. „Mit dieser neuen Turnhalle, die halb unterirdisch liegt und deren Dach bespielbar ist, hilft die Stadt der Schule aus einem langjährigen Dilemma“, sagte Schulleiterin Claudia Wolff. „Wir danken allen Beteiligten sehr herzlich, dass die Lösung dieser Problematik durch die hohe Investitionssumme, die die Stadt Frankfurt am Main damit ihren Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stellt, ermöglicht wird.“

Der Entwurf für die Halle stammt vom Hamburger Büro Trapez Architektur und wurde in einem Wettbewerb ausgewählt. „Das Projekt der neuen Sporthalle für die Schillerschule ist eine wertschätzende Antwort auf die drängenden Fragen einer wachsenden und beengten Stadt“, sagte Architekt Dirk Landwehr. „Der umgesetzte Entwurf erhält die vollständige Fläche des Schulhofs und schafft gleichzeitig neue Aufenthaltsqualitäten für die Schulgemeinschaft. Wir freuen uns, dass das Projekt nun schon so weit fortgeschritten ist, dass die Schülerinnen und Schüler der Schillerschule vor Augen haben, wo sie sich demnächst sportlich betätigen können.“

Mit dem Bau der 15 mal 27 Meter großen Sporthalle im energiesparenden Passivhausstandard wurde 2018 begonnen. Mittlerweile ist der Rohbau fertiggestellt. Derzeit werden unter anderem das Dach gedeckt und die Gebäudetechnik eingebaut. Demnächst wird mit dem Einbau der Fenster und der Installation der goldfarbenen Kupferblechfassade begonnen. Die neue Halle wird der Schule nach Fertigstellung im Herbst zur Verfügung stehen. Insgesamt investiert die Stadt Frankfurt am Main rund 7,5 Millionen Euro in das Projekt.

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