Stadt Frankfurt und Eintracht Frankfurt unterschreiben Letter of Intent für die künftige Nutzung des Stadions

Meilenstein für den Fußball in Frankfurt

Gute Beziehungen: Stadt und Eintracht einigen sich über die Nutzung der Commerzbank-Arena. Foto: oh

Sachsenhausen (red) – Nach langen, außergewöhnlich emotional geführten Verhandlungen haben die Stadt Frankfurt und die Eintracht Frankfurt Fußball AG einen Letter of Intent (LOI) unterzeichnet, der die Rahmenbedingen einer künftigen Zusammenarbeit skizziert.

Eintracht Frankfurt wird in einem über 15 Jahre laufenden gewerblichen Mietvertrag ab 1. Juli die Nutzung der Arena in einem zeitlichen Anteil von 80 Prozent eingeräumt. Die Vermarktungsrechte werden bei Eintracht Frankfurt liegen. Die Verantwortung für das technische Gebäudemanagement übernimmt die städtische Sportpark Stadion Frankfurt Gesellschaft für Projektentwicklungen mbH (SSF), während das infrastrukturelle Gebäudemanagement von Eintracht Frankfurt verantwortet werden wird. Eine Kapazitätserweiterung ist genauso beabsichtigt wie Investitionen in den digitalen Ausbau.

„Die heute zum Ausbau des Stadions unterschriebene Erklärung ist ein Meilenstein für den Fußball in Frankfurt, auch im Hinblick Frankfurts als Austragungsort der Euro 2024. Der Prozess, den ich 2017 zum Stadionausbau und zu sozialverträglichen Eintrittspreisen angestoßen habe, wird erfolgreich fortgeführt“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann. Sein Ziel sei vor allem, dass alle fußballbegeisterten Menschen, insbesondere die Eintracht-Fans, am Fußball teilhaben können. Somit wird nach Feldmanns Angaben die Eintracht neben der Preisstabilität ein Angebot mit zusätzlichen je 1000 Tickets zu fünf Euro für Jugendliche sowie zehn Euro für Erwachsenen vorlegen.

Der seit 2005 bestehende Vertrag zum Betrieb der Commerzbank Arena zwischen der städtischen SSF GmbH und dem bisherigen Betreiber (Stadion Frankfurt Management GmbH) endet am 30. Juni. Es war daher notwendig, sich frühzeitig mit der Frage zu befassen, wie Betrieb und Vermarktung künftig organisiert werden sollen, um die SSF stärker als bisher in den operativen Ablauf einzubinden und auch dem Hauptnutzer Eintracht Frankfurt gerecht zu werden.

Sportdezernent Markus Frank als Vorsitzender des Aufsichtsrates der SSF berichtet anlässlich der Unterzeichnung des Letter of Intent, dass es eine Gratwanderung war, die Verantwortung für die städtische Infrastruktur und für städtische Steuergelder im Blick zu behalten, wenn man auch vom „Eintracht-Virus“ infiziert ist. „Unsere Eintracht soll noch erfolgreicher werden, denn ihre Erfolgsgeschichte überträgt sich auf die ganze Stadt“, sagte Frank.

Für die Stadt Frankfurt war es wichtig, dass die Verantwortung für das mit öffentlichen Geldern finanzierte Stadion in den Händen der Stadt verbleibt. Dass bei der Aufgabenverteilung zwischen Stadt und Eintracht der Ausbau des Stadions und das technische Gebäudemanagement auf städtischer Seite liegt, begrüßt Bürgermeister und Kämmerer Uwe Becker. „Mit der geschlossenen Absichtserklärung ist es uns gemeinsam gelungen, die notwendige Planungssicherheit für die nächsten Jahre für Eintracht Frankfurt und für die Stadt Frankfurt zu schaffen und unsere guten Beziehungen weiter zu festigen.“

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