Noteingang für Kinder in der Schifferstraße eingerichtet

Hilfe für junge Sachsenhäuser

Vertreter der nahegelegenen Willemerschule und des Präventionsrats waren dabei, um dem Geschäft den gelben Aufkleber zu überreichen. Fotos: p

Sachsenhausen (red) – „Komm rein!“ steht auf einer Sprechblase, die aus einem lächelnden Haus hervorlugt. Mit einer Hand hält das Haus eine Tür auf, die andere Hand heißt Kinder willkommen.

Ein solcher, leuchtend gelber Aufkleber hängt ab sofort im Schaufenster des „Ayur Soul“ in Sachsenhausen.

Das Geschäft in der Schifferstraße 5 ist ab sofort ein Noteingang, also eine der Anlaufstellen für Kinder, die auf dem Schulweg rund um den Lokalbahnhof eingerichtet wurden. Die Mitarbeiter sollen Kindern bei kleineren Problemen helfen. Noteingänge können sowohl Geschäfte, als auch frei zugängliche Einrichtungen sein, bei denen Jungen und Mädchen besonders willkommen sind. Die Betreiber der Noteingänge erklären sich dazu bereit, Kindern im Notfall zu helfen. Zuvor lässt der Präventionsrat ihnen Verhaltenstipps und Notrufnummern zukommen, damit sie vorbereitet sind.

Aktuell gibt es 1153 Stück in 31 Frankfurter Stadtteilen, davon 79 in Sachsenhausen – und es werden immer mehr.

Bei der Ernennung des Ladens zum Noteingang waren nicht nur Benjamin Renner vom „Ayur Soul“, der Kinderbeauftragter für Sachsenhausen Armin Strobel, sondern auch Schulelternbeirat Shahab Sanjari von der Willemerschule mit seiner Tochter Darya, die Leiterin der Institution Erweiterte schulische Betreuung der Willemerschule Antonia Kettner, der Schutzmann vor Ort Jens Henrich und die Vertreterin der Geschäftsstelle des Präventionsrats Claudia Heil dabei.

Die Experten raten: Eltern sollen mit ihrem Kind über das Projekt sprechen und es auf die Noteingang-Aufkleber aufmerksam machen, wenn sie gemeinsam in der Stadt unterwegs sind. Die Schulen und Kindergärten erhalten alle eine Liste mit den Noteingängen in ihrem Stadtteil.

Das Sicherheitsprojekt für Kinder entlang den Kindergarten- und Schulwege ist eine Kooperation zwischen Präventionsrates der Stadt Frankfurt und der Polizei. Weitere Infos zum Projekt stehen im Internet auf der Seite des Präventionsrates Frankfurt unter www.gewalt-sehen-helfen.de.

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