Glühweinmarkt beim Kleingärtnerverein

Selbstgemachtes für die Festtage erstehen

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Ingrid Elsesser, 2. Vorsitzende KGV Oberrad, und Hartwig Treutlein, 1. Vorsitzender KGV Oberrad, präsentieren handgemachtes, weihnachtliches Kunsthandwerk.

Oberrad (zmo) – In Frankfurt gibt es über 100 Kleingärten, die in der Regel immer gut verpachtet sind. Die Sehnsucht der Bürger nach einem eigenen Garten hat in den vergangenen Jahren immer mehr zugenommen.

Bei frischer Luft sein eigenes Obst und Gemüse pflanzen, es zu pflegen und zu ernten findet vor allem bei jungen Familien mit Kindern großen Anklang. So auch im Kleingartenverein Oberrad (KGV Oberrad), der im kommenden Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiern wird. Vor sieben Jahren hatten die Verantwortlichen des Vereins die Idee zu einem eigenen Weihnachtsmarkt. Was klein begann, ist heute für die Mitglieder und Besucher kaum mehr wegzudenken. In der idyllischen Gartenanlage an der „Burgenlandschneise“, die Frankfurt von Offenbach trennt – oder aus welcher Richtung man kommt, von Offenbach nach Frankfurt, können Besucher an den kleinen liebevoll geschmückten Ständen vom weihnachtlichen Kunsthandwerk, Vogelhäuschen und Futterkästen für Eichhörnchen, Textilien, aber auch Weihnachtsgebäck in allen Variationen kaufen. Alles ist selbst gemacht von den Mitgliedern des Kleingartenvereins. Dazu kommt ein Grillplatz, Zelte in denen Besucher Platz zu Gesprächen finden, ihren Glühwein oder Ihr Bierchen trinken können.

Frankfurter und Offenbach können sich auch verstehen

Der erste Vorsitzende des Vereins, Hartwig Treutlein, ist mächtig stolz auf seine Gartengemeinde: „Bei uns macht halt jeder mit, ob beim Auf- oder Abbau der Zelte, beim Ausschank und bei den vielen kleinen und großen Aufgaben, die notwendig sind, ein derartiges Fest auf die Beine zu stellen“. Seine Stellvertreterin, Ingrid Elsesser, ergänzt „bei allen unseren Veranstaltungen, ob Oktoberfest, Stammtischabende, Glühweintreff, Sommerfeste oder Laternenumzüge, ist die Gartengemeinschaft bereit mit anzupacken“.

Und so kamen die zahlreichen Besucher auch am diesjährigen Weihnachtsmarkt auf ihre Kosten. Das Wetter, grau und neblig, spielte halbwegs mit und zur Krönung, wurde für die Pächter des Vereins eine kleine Bücherei in Form einer alten umgebauten Telefonzelle eingeweiht.

Wer behauptet, dass Frankfurter und Offenbacher sich nicht verstehen, wurde beim Markt eines Besseren belehrt. Besucher, die den Garten nicht kennen, denen stand eine kleine Odyssee bevor: Sie mussten von Oberrad zunächst ein bisschen durch Offenbach um dann wieder auf Frankfurter Gebiet zu kommen.

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