Gottesdienste zum Gebetstag

Geschichten und Gerichte aus Slowenien

+
Das Frauenkomitee unter Leitung von Pfarrerin Christiane Hoffmann trug Lieder und Texte vor.

Sachsenhausen (ms) – Seit 130 Jahren gibt es den Weltgebetstag der Frauen, der von immer mehr christlichen Konfessionen unterstützt wird. Er wird alljährlich am ersten Freitag im März – inzwischen in mehr als 120 Ländern – rund um den Globus gefeiert, in diesem Jahr am 1. März.

Jedes Jahr wird die Liturgie für den Gottesdienst von Frauengruppen in einem anderen Land erstellt, diesmal kam sie aus Slowenien. Er stand unter der Losung „Kommt, alles ist bereitet“. Gebetet wird für die Teilhabe besonders für die Frauen in der Gesellschaft und den Kirchen. Ein ökumenisches Frauenkomitee bereitete in diesem Jahr gleich zwei Gottesdienste vor, einen am Nachmittag in St. Wendel, der sehr gut besucht war, und einem am Abend in St. Bonifatius. Die Leiterin des Komitees ist Pfarrerin Christiane Hoffmann aus der Oberräder Erlöser-Gemeinde. Sie wurde von einer größeren Frauengruppe unterstützt.

Zu Beginn des Gottesdienstes stellte sie Slowenien vor. Das Land ist eines der Kleinsten in Europa mit knapp zwei Millionen Einwohnern, von denen 60 Prozent katholisch sind. So war der Kirchenraum in St. Wendel in den Landesfarben Weiß, Blau und Rot, sowie mit Nelken, Rosmarin und Produkten aus Slowenien wie Honig, Salz, Brot und Potica (Nusskranz) geschmückt. Einige dieser Leckereien gab es auch bei der Kaffeetafel nach dem Gottesdienst im Gemeindesaal. Das Lied „Eingeladen zum Fest des Glaubens“ eröffnete den Gottesdienst. Wie auch alle weiteren Lieder wurde es von den Frauen des Komitees gesungen.

„Herzliche Grüße von den Frauen aus Slowenien, einem der kleinsten und jüngsten Länder Europas,“ begann die Leiterin. „Gott hat Slowenien in großer Güte mit Naturschönheiten beschenkt: Von der Pannonischen Tiefebene bis hin zu Hügeln und grünen Wäldern und hohen Bergen, von der geheimnisvollen Unterwelt des Karsts bis hin zur Küste der Adria.“ Nach dem Gebetsruf trugen verschiedene Sprecherinnen die Schicksale von slowenischen Frauen vor, die oft als Gastarbeiterinnen im Ausland arbeiteten und kennengelernt haben, was es heißt, Flüchtling zu sein. Als Bibeltext wurde dann das Gleichnis vom Festmahl aus dem Lukas-Evangelium vorgetragen.

Zur Kollekte rief die Leiterin des Gottesdienstes auf. „Unsere Vision ist eine Welt, in der alle Frauen selbstbestimmt leben können. Auf dem Weg dorthin brauchen wir Zeichen gelebter Solidarität. Eines dieser Zeichen ist unsere Kollekte, mit der wir weltweit über 100 Projekte unterstützen, die Frauen und Kinder stärken.“ Dazu gehört in Slowenien die Organisation Kljuc (Schlüssel), eine Anlaufstelle für Frauen, die von Menschenhandel betroffen sind. Die Kollekte beider Gottesdienste erbrachte 366 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare