Suche nach Verstärkung

13 Bäder in Frankfurt wollen ihre Aufgaben mit eigenen Angestellten bewältigen

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Boris Zielinski (von links), Markus Frank und Armin Vessali im Textorbad mit dem Plakat zur Werbekampagne

Die Werbung ist bereits angelaufen: „2 Millionen brauchen dich!“, „Arbeiten, wo andere Urlaub machen“, „Dein Traumjob ist in trockenen Tüchern!“, heißt es auf den Plakaten.

Sachsenhausen – „Wir haben in Frankfurt eine gute Bäderstruktur“, erklärte Sportdezernent Markus Frank im Textorbad. „Und wir haben in den vergangenen Jahren 100 Millionen Euro in unsere Bäder investiert. Der Neubau des Panoramabades zwischen Bornheimer Hang und Eissporthalle wird weitere rund 40 Millionen Euro kosten, der Neubau des Rebstockbades ist mit 85 Millionen Euro konzipiert. “ Die Entwicklung der Bäder sei wichtig; Schwimmen habe viel mit Selbstvertrauen zu tun, bemerkte Frank. „Künftig wird es eine größere Rolle spielen, wie stark sich Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen identifizieren. Deshalb werden die Bäderbetriebe verstärkt auf eigene Kollegen setzen und so die Qualität in den Bädern verbessern“, sagte der Dezernent. Das würde den 2,5 Millionen Besuchern – darunter 530. 000 Kinder – zugutekommen.

„Unsere Arbeit mit den eigenen Leuten zu bewältigen ist ein mutiges Projekt“, erklärte der Geschäftsführer Frankfurter Bäder Boris Zielinski. Etwa 50 neue Mitarbeiter, vor allem Rettungsschwimmer, werden bis zum Saisonbeginn im Mai gebraucht.

Frankfurt Sachsenhausen: Bäder suchen Verstärkung mit Werbekampagne

„Software und Hardware müssen bei den Bädern gleichermaßen stimmen“, ergänzte Betriebsratsvorsitzender Armin Vessali. Gegenwärtig arbeiten 256 Frauen und Männer in den Frankfurter Bädern, außerdem werden rund 70 Leiharbeiter beschäftigt. Genau das will man ändern – übrigens ist Frankfurt damit die erste Großstadt in Deutschland, die mit diesem Konzept neue Wege beschreitet. „Wir bilden in Kooperation mit der DLRG Rettungsschwimmer kostenlos aus, bieten flexible Verträge für Voll- und Teilzeit sowie für die Saison an, bezahlen den im Öffentlichen Dienst geltenden Tariflohn mit Zulagen für Überstunden, Wochenenden und Schichtdienst“, erläuterte Zielinski.

Jeder könne sich bewerben, er sollte allerdings Schwimmen können und eine Affinität zu Bädern mitbringen. „Außerdem bieten wir eine dreijährige Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe an“, fügte Vessali hinzu.

Trotz der 13 Bäder in Frankfurt fehlt es immer wieder an Wasserfläche. „Wir müssen auch darauf achten, unsere Flächen effizienter zu nutzen“, sagte Frank.

Wer Lust hat, in den Bädern als Rettungsschwimmer zu arbeiten, kann sich per E-Mail unter bewerbung@frankfurter-baeder.de melden. Die ersten Bewerber haben ihr Training bereits begonnen.

(jf)

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