Open House mit vielen Möglichkeiten

Ausstellung „Ingrid Godon. Ich wünschte“ nimmt beinahe das ganze MAK ein

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Ingrid Godon in der Barlandschaft im Foyer des Museums Angewandte Kunst.

Das Foyer des Museums Angewandte Kunst hat sich für die Ausstellung „Ingrid Godon. Ich wünschte“ in eine rote Bar verwandelt. In der Ecke steht das Equipment für den DJ bereit. Was ist das? Eine Ausstellung an 19 Tagen mit 46 Veranstaltungen.

Sachsenhausen– Sechs Konzerte, elf Sessions, drei Clubnights, zwölf DJs, drei Gasthaus-Abende mit Acht-Gänge-Menü, drei Performances, zwei Kinoabende und eine 48-stündige Live Performance verwandeln den Richard-Meier-Bau am Schaumainkai in ein offenes Haus mit vielen Möglichkeiten. „Der Besucher ist aufgefordert, die Räume zu begehen und den Kunstwerken – Bildern und Klängen – zu begegnen“, sagte Direktor Matthias Wagner K. Die Erfahrung pulsierenden Lebens und kontemplativer Rückzug sind im gleichen Haus möglich. Die nostalgisch wirkenden Porträts und Zeichnungen Ingrid Godons sind für die Exposition aus den Bilderbüchern in monumentale Größe gebracht worden, auch für die 1958 in Antwerpen geborene Künstlerin, deren Bücher vielfach ausgezeichnet und in 40 Sprachen übersetzt wurden, eine neue Erfahrung. Zu den Illustrationen schrieb der niederländische Lyriker Toon Tellegen Texte – ohne die Bilder vorher gesehen zu haben. Beide Ausdrucksformen wirken für sich.

Frankfurt Sachsenhausen: Ausstellung "Ingrid Godon. Ich wünschte" im MAK

Was wünschen sich Menschen? Das können sie im „Create Space“ auf Zetteln in einem spinnenartigen Netz hinterlassen. Oder an einem Tisch eine Glocke läuten, zur Bekräftigung eines Wunsches für einen anderen Menschen.

Die für die Ausstellung konzipierte Klanginstallation von Oona Kastner und Dirk Raulf fußt auf einer Zwölftonreihe, die per Zufall ermittelt wird. Zur 48 Stunden Live Performance greifen zwölf Musiker die Töne auf, bringen sich ein, entwickeln die Installation weiter.

Das Kollektiv El Barrio vereint nachbarschaftlich Musik, Tanz und Gastronomie. Von der roten Bar im Foyer kann man mittwochs, donnerstags und sonntags jeweils um 18 Uhr zu den „Ich wünschte Sessions“ aufbrechen, Konzerten lauschen oder interdisziplinäre Performances erleben. Das Open House im Museum Angewandte Kunst gibt es bis zum 13. März. Alle Angebote und die besonderen Öffnungszeiten sowie Eintrittspreise sind online nachlesbar.

(jf)

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