Andreas Wolf und Florian Haas bringen Ausstellungsräume zum Summen

„Neues Museum für Bienen“ im MAK eröffnet

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Andreas Wolf (links) erklärt Wissenswertes zum „Neuen Museum für Bienen“. 

Sachsenhausen (zmo) – Sie haben Kunst studiert und lieben Bienen: Andreas Wolf und Florian Haas, die in den 90er Jahren die Künstlergruppe „finger“ gegründet haben, präsentieren ab sofort im Museum Angewandte Kunst ihr eigenes kleines Museum, das tiefe Einblicke ins Leben von Honigbienen geben soll.

„Die Gruppe zeichnet sich seit 2007 durch ihre ganz eigene Vorgehensweise aus, die die Lebenswelt der Staaten bildenden Honigbienen, in Verhältnis zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und Themen setzt. Immer mehr Bienenvölker sind für uns das Material, aus dem wir Kunstbeiträge zu Umwelt- und Gesellschaftsprozesse realisieren“, sagt Andreas Wolf zur Aufgabe von „finger“.

Im Museum für Moderne Kunst (MMK) starteten Wolf und Haas 2008 auf dem Museumsdach mit einem Bienenstand und zehn Völkern. Besucher konnten zur Erntezeit echten Frankfurter Bienenhonig an der Museumskasse kaufen. Dieser Stand ist nun aufgehoben und mitsamt seinen summenden Bewohnern ins Museum Angewandte Kunst umgezogen.

Mit dem Honigfrühstück gestartet

Mit einem Honigfrühstück, frischen Brötchen, Kaffee und Honigwasser wurde dort am Wochenende das neue Bienenmuseum eröffnet. Leider hatte es am Samstag so stark geregnet, dass die Bienen in ihrem Stock auf die Museumsinstallation warten mussten, ebenso die Besucher, die dann aber im Inneren des Museums von Haas und Wolf fachliche Erklärungen bekamen.

Nach dem Frühstück und Tischgesprächen ging es dann zum Museums-Bienenstand, um dort die Bienen in ihrer neuen Umgebung zu beobachten und das Innenleben der Bienenstöcke zu entdecken. „Das Nachdenken über Tiere und ihre Umwelt ist immer auch ein Nachdenken über den Menschen und dessen Kultur“, sagte Andreas Wolf.

Stadt als Paradies

Parasiten, chemische Stoffe und Biogasanlagen haben dafür gesorgt, dass Bienen Landflucht betrieben. Haas und Wolf wissen: Die Stadt ist mittlerweile ihr kleines Paradies. Linden, Kastanien, Löwenzahn, Geranien und Sonnenblumen stellen nur einen Teil der Blüten dar. Die Blütenvielfalt ist dann auch typisch für den Stadthonig und natürlich auch für eine glückliche und gesunde Biene.

Wie schon im MMK, werden auch im neuen Bienen-Domizil zweimal im Monat Workshops durchgeführt. Dann können Kinder und Jugendliche unterschiedlichen Honig probieren und Wesentliches zum Leben der Bienen in der Großstadt erfahren. Weitere Informationen über das Museum und zu den Workshops stehen auf www.museumangewandtekunst.de .

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