Traditionsbewusst und modern

Filmmuseum: Neuer Name zum 70. Geburtstag

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Direktorin Ellen Harrington im Kinosaal am Pult mit dem neuen Namen.

Sachsenhausen (jf) – Rund 201.000 Besucher strömten 2018 in das Haus am Schaumainkai 41. „Filmmuseum“ steht über dem Eingang, aber auf den automatischen gläsernen Schiebetüren ist schon das neue Logo zu lesen: DFF – Deutsches Filminstitut Filmmuseum.

Vor 70 Jahren, am 13. April 1949, wurde das Deutsche Institut für Filmkunde (DIF) in Wiesbaden gegründet. Anlass genug, um nicht nur die von Umzug, Umbenennung und Fusion geprägte Geschichte aufzuarbeiten, sondern auch einen neuen Markenauftritt zu gestalten. Das neue DFF bündelt die Sammlungen Filme mit 26.000 Werken, Bilder mit 2,3 Millionen Fotos, Texte mit 80.000 Publikationen, Geräte mit 2800 Objekten aus fünf Jahrhunderten, Plakate mit 42.000 Arbeiten zu 20.000 Filmen sowie Archive und Nachlässe von 120 Filmschaffenden. Rund 200 Mitarbeiter sind im DFF tätig.

„2018 war mit einem Besucherplus von 19,3 Prozent in den Ausstellungen und neun Prozent im Kino ein erfolgreiches Jahr, an das wir im Jubiläumsjahr mit unserem neuen Markenauftritt anknüpfen wollen“, sagte Direktorin Ellen Harrington. „Wir haben in den vergangen Wochen unser Profil geschärft und wollen als großes Ganzes wahrgenommen werden“, ergänzte Marie Brüggemann. Keinesfalls kümmert sich das DFF nur um alte Schwarz-Weiß-Streifen – aber um die natürlich auch. „Die Welt bei uns ist farbig und divers“, betonte Frauke Haß, „wir kümmern uns um die Digitalisierung des Filmerbes, bieten Workshops für alle Altersklassen an, präsentieren Filme und Ausstellungen und arbeiten international.“

Der neue Auftritt, den Loimi Brautmann vom Grafikbüro Urban Media Project Offenbach erläuterte, steht unter dem Slogan „Alles ist Film“. Das neue Programmheft listet die Filme, die im Februar im Kino des DFF zu sehen sind, übersichtlich auf, die ausklappbare Mittelseite kann zuhause aufgehängt werden. Highlight im Februar ist natürlich die „Lange Oscar-Nacht“ am Sonntag, 24. Februar. Weitere Höhepunkte im Jahr 2019 sind ab 25. März die Filminstallation „70 Jahre in 70 Minuten“, die Eröffnung des Fassbinder Centers in der Eschersheimer Landstraße am 20. Mai, die interaktive Ausstellung „Digital Revolution“, die am 3. Juni startet und die Herbstexposition „Maximilian Schell“.

Neue Öffnungszeiten gibt es ab 1. Februar, das Haus wird dann dienstags bis sonntags von zehn Uhr bis 18 Uhr und neu freitags bis 20 Uhr seine Besucher empfangen. Alles neu – bis auf die Eintrittspreise, die bleiben gleich.

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