Filme schauen und Mitreden

Junge Juroren vom Lucas-Filmfestival stellen sich vor

+
Gretha (von links), Jule, Simon, Franka, Lilli und Arthur sind die neue Nachwuchs-Jury für das Filmfest Lucas 2019.

Sachsenhausen (red) – Was macht einen guten Film aus? Darüber tauschen sich zwölf Kinder und Jugendliche aus Deutschland, Estland und Belgien bei der 42. Ausgabe von „Lucas – Internationales Festival für junge Filmfans“ vom 19. bis 26. September in Frankfurt aus.

Als Jurymitglieder für die Wettbewerbe 8+ und 13+ küren Arthur, Franka, Gretha, Jule, Lilli und Simon, alle aus Frankfurt und RheinMain, mit erwachsenen Branchenprofis die besten aktuellen Lang- und Kurzfilmbeiträge für jüngeres Publikum. Die Youngsters-Jury ist international besetzt und zeichnet preiswürdiges Filmschaffen für junge Erwachsene ab 16 Jahren aus. Wie das geht? „Hinschauen, bewerten und irgendwann dann den Preis verleihen“, sagt die zehnjährige Gretha Puhl aus Frankfurt. Nicht nur Ehre, sondern Preise in Höhe von insgesamt 21.000 Euro winken den Gewinnern der drei Alterssektionen 8+, 13+ und 16+ am Ende – für die Nachwuchsjuroren eine verantwortungsvolle Aufgabe.

„Gerade, dass wir so ernst genommen werden, gefällt mir“, sagt Lilli Weiser aus Hochheim, die mit 15 Jahren Teil der Jury 13+ ist. Sie spricht aus Erfahrung, denn vor einigen Jahren war sie schon einmal Jurymitglied bei Lucas.

Renommierte erwachsene Branchenvertreter, zuletzt Kinderfilmpionier Arendt Agthe (2018), Moderator Tobias Krell („Checker Tobi“, 2017) oder Kinoaktivistin Farida El-Gueretly (2018) ergänzen die Jurys paritätisch. Das ist ein weiterer Grund zur Vorfreude für den zwölfjährigen Simon Dammann, der als Mitglied der Jury 8+ hofft, von den Profis mehr darüber zu erfahren, „worauf es in Filmen ankommt“ – schließlich plant er eigene Filmprojekte. Mit dem Wettbewerb 16+ setzt sich Lucas noch stärker für sein junges erwachsenes Publikum ein und gibt sechs filmaffinen europäischen Nachwuchsjuroren im von 16 bis 18 Jahren das Wort: Richard Kask und Mariann Raun aus Estland sowie Hannah Stevens und Louiza Moyersoen aus Belgien entscheiden mit ihren deutschen Kollegen Laura Vogel und Caspar Hahnemann über die Vergabe des mit 5000 Euro dotierten Lucas Youngsters Awards. Im Juryaustausch vernetzt sich der europäische Filmnachwuchs.

Jule Sauer, elf, aus Wiesbaden, freut sich besonders darauf, „Filme aus anderen Ländern anzuschauen“. Neben Kino und Musik interessiert sie sich für Fremdsprachen. Das passt zu Lucas, wo Filme für die jüngeren Altersstufen immer in ihrer Originalsprache mit deutscher Live-Einsprache zu sehen sind. Jule ist gespannt: „So lerne ich vielleicht ein paar neue Worte auf Englisch oder einer anderen Sprache.“

Franka Dittrich aus Karben will mehr über das Medium lernen. „Ich liebe Film“, schwärmt die 15-Jährige, für die mit der Jurymitgliedschaft „,13+’ ein Traum wahr wird“. Besonders faszinieren sie Farbgestaltung und Symbolik in Filmen.

„Viele Filme, die mich interessieren, laufen nicht im Kino“, berichtet der 14-jährige Frankfurter Arthur Grieben. Wenn es nach ihm ginge, sollte die Juryentscheidung Aufmerksamkeit für Filme mit Tiefgang schaffen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare