Fördergelder der Sparkassen-Kulturstiftung und des Landesamts für Denkmalpflege überreicht

Erlöser-Orgel wird ab Herbst saniert

Bei der Besichtigung der Orgel, bei der die Sanierungen erläutert wurden, spielte Matthias Helms die Orgel. Foto: Schieder

Oberrad (ms) – Sie ist in die Jahre gekommen, die Orgel der Erlöserkirche, die 1956 in Betrieb genommen wurde. Erbaut hat sie die Firma Walcker. Sie ist charakteristisch für einen Umbruch im Orgelbau, nämlich vom handwerklichen zum industriellen.

So wurde sie von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen zu einer der neun Orgelrenovierungen erwählt, die finanziell in diesem Jahr unterstützt werden. Die jeweiligen Orgeln werden in Zusammenarbeit mit dem Orgelsachverständigen der Landeskirche und dem Landesdenkmalamt ausgewählt. Neun sind es insgesamt und vier davon im Bereich der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau (EKHN). Vergangene Woche hatten sich die Spitzen der Institutionen auf den Weg gemacht, um die Förderbescheide zu überreichen. So besuchten sie auch die Erlöserkirche und wurden von Pfarrerin Anne-Katrin Helms und ihrer Kollegin Christiane Hoffmann sowie Mitgliedern des Kirchenvorstandes und der Gemeinde begrüßt. Mit dabei war auch Luisa Joel, die Leiterin der Filiale Oberrad der Frankfurter Sparkasse.

Die Pfarrerinnen berichteten über die Orgel, die 1994 gereinigt wurde und betonten, dass es sich dabei um eine besondere Orgel und ein wertvolles Instrument handele. Auch heute werde der Klang der Orgel musikalisch hoch geschätzt.

Dann sprach Thomas Wilhelm, der Orgelsachverständige der EKHN, über die Geschichte der Orgel und der Firma Walcker. Begleitet wurde er von Markus Harzenetter, dem Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege, und Matthias Haupt, dem Geschäftsführer der Sparkassen-Kulturstiftung, der dann auch den Förderbescheid über 4500 Euro übergab.

Das Förderprogramm für Orgelsanierungen wurde bereits 2001 von der Sparkassen-Kulturstiftung gestartet und ermöglicht es Kirchengemeinden, Anträge auf Förderung zu stellen. Unter festen Vorgaben, die das Gesamtvolumen ebenso betreffen wie die zeitliche Überschaubarkeit der Maßnahmen, übernehmen das Landesamt für Denkmalpflege und die Stiftung jeweils zehn Prozent der Projektkosten.

Bisher wurden in Hessen insgesamt 131 Orgeln restauriert. Ziel ist es, die Vielfalt an historischen Orgeln in Hessen zu erhalten.

Nach dem Erntedankfest, das im Gärtnerdorf groß gefeiert wird, wird die Restaurierung in Angriff genommen.

Alle Teilnehmer des Empfangs stiegen dann auf die Orgelempore, wo am Instrument, das Matthias Helms zu diesen Zweck erklingen ließ, über die notwendigen Arbeiten informiert wurde.

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