Umweltdezernentin Heilig lädt zur Exkursion am Monte Scherbelino ein

Einstigen Müllberg betrachten

Der Blick vom Monte Scherbelino auf die Skyline. Foto: Frieder Leuthold/p

Sachsenhausen (red) – Einmal hinter den Zaun des Monte Scherbelino schauen? Wie schon im letzten Jahr bietet sich diese Gelegenheit Bürgern am Sonntag, 11. August.

Bei einer öffentlichen, barrierefreien Exkursion informiert Umweltdezernentin Rosemarie Heilig mit dem Umweltamt über das Projekt „Städte wagen Wildnis – Vielfalt Erleben“ und die Sanierung des Berges in den vergangenen Jahren.

„Am Fuß des einstigen Müllbergs im Stadtwald hat Frankfurt einen Raum für die freie Entfaltung der Natur geschaffen. Wir befinden uns hier in einem spannenden Labor der Biodiversität. Wir wollen sehen, welche Pflanzen von alleine wachsen und welche Tiere sich diesen Lebensraum erobern“, sagt Heilig. Am Monte Scherbelino sind beispielsweise der Neuntöter und Sägehornbienen unterwegs. Blutweiderich, Steinklee und wilde Pastinaken haben dort ebenfalls eine ökologische Nische gefunden.

Mitarbeiter der Deponienachsorge informieren über die Historie der Deponie und die Sanierung. Die 50 Meter hohe Deponie besteht aus 18 Millionen Kubikmeter Müll, der in den Jahren 1925 bis 1968 abgelagert wurde. Die Sanierungsarbeiten laufen seit 1992 und die Deponienachsorge wird noch einige Jahrzehnte notwendig sein, um die Altlast Monte Scherbelino dauerhaft zu sichern.

Der Zugang zur Fläche am Monte Scherbelino wird in den kommenden Jahren nur unter fach- und ortskundiger Führung möglich sein. Wegen technischer Anlagen wie Gasbrunnen, sensible Messeinrichtungen und anderen bleiben einzelne Bereiche aus Sicherheitsgründen auch auf Dauer gesperrt.

Da eingezäunt, bietet das Gelände Rückzugsräume für seltene Tiere wie die Grüne Strandschrecke oder den Gefleckten Buntschnellläufer. Exklusiven Eintritt gibt es aber für interessierte Schulklassen: Jetzt, nach den Sommerferien kann wieder spannender Outdoor-Unterricht vor Ort gebucht werden. Die biologische Vielfalt und der besondere Wert von Flächen, in die der Mensch nicht eingreift, werden hierbei erforscht und erlebt.

Beim Rundgang informieren Andreas Müller, Stabsstelle Deponienachsorge und der für das Wildnis-Projekt verantwortliche Frieder Leuthold, beide vom Umweltamt, sowie Andreas Malten vom Forschungsinstitut Senckenberg über die getroffenen Maßnahmen und Ergebnisse der Bemühungen.

Die Tour am Monte Scherbelino startet am Sonntag, 11. August, um 15 Uhr am Parkplatz Grastränke an der Babenhäuser Landstraße und dauert etwa zwei Stunden. Alle interessierten Bürger sind dazu eingeladen. Bitte festes Schuhwerk mitbringen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Infos stehen auf www.städte-wagen-wildnis.de und www.biologischevielfalt.bfn.de/25331.html. Auskünfte erteilt Willem Warnecke im Umweltamt unter Z  069 21230954 oder per E-Mail an willem.warnecke@stadt-frankfurt.de.

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