Neuer Treffpunkt für die Heimatsiedlung in Sachsenhausen

Café Heimat offiziell eröffnet

Glücklich über die Eröffnung sind das Café-Team, Betreuer, Pädagogen, Caritas und Mitarbeiter der Nassauischen Heimstätte. Foto: Mohr

Sachsenhausen (zmo) – Geöffnet wurde das Café Heimat schon im Frühjahr. Nach einer kurzen Probezeit wollte man aber sicherstellen, dass dieses inklusive Projekt auch funktioniert.

Das Besondere: Vier Klienten des Konrad-von-Preysing-Hauses, einem Wohnverband der Caritas Frankfurt für Menschen mit Behinderung, sollen den gastronomischen Betrieb in eigener Regie führen. Das klappte bestens, so die einhellige Meinung aller Verantwortlichen.

„Dieses Projekt lässt nicht nur einen Begegnungsort für die Nachbarschaft entstehen, es bietet den Menschen mit Behinderungen eine umfassende und verantwortungsvolle Tätigkeit in allen gesellschaftlichen Bereichen, vor allem in der Arbeitswelt“, sagte Gaby Hagmans, Direktorin der Caritas Frankfurt. Sie sei hochzufrieden mit den Abläufen, aber auch mit dem Engagement des Teams.

Die Nassauische Heimstätte (NH) hat die Räumlichkeiten dafür in der Sachsenhäuser Heimatsiedlung zur Verfügung gestellt, den Café-Bereich renoviert, ausgestattet und wird die Einrichtung mit 2500 Euro jährlich auch finanziell unterstützen. „Als größtes Wohnungsunternehmen in Hessen, ist es eine gesellschaftliche Pflicht, dass wir uns an derartigen sozialen Einrichtungen beteiligen. Wir freuen uns über die gute Kooperation mit der Caritas. Unser gemeinsames Ziel soll es doch sein, die nachbarschaftlichen Beziehungen hier in der Heimatsiedlung weiter auszubauen und den Menschen im Quartier einen Ort der Begegnungen zu geben, damit auch das Heimatgefühl nachhaltig stärken“, sagte Dr. Constantin Westphal, Geschäftsführer der NH.

Es gab schon seit längerer Zeit Anregungen von Bewohnern aus der Siedlung, vor allem älteren Menschen, einen Treffpunkt anzubieten. Das könnte sich nun mit dem Heimatcafé verbessern. Seit 2017 gibt es in der Siedlung unter dem Namen „Im Dialog“ auch eine Lebenslagenberatung, die nach Aussagen der Caritas gut angenommen wird. Neben dieser Beratungsstelle könnten freistehende Räume sogar noch für einen Bewohnertreff genutzt werden. Dazu brauche man aber geeignete Betreiber, die allerdings schwer zu finden seien.

Jetzt wünschen sich alle Beteiligten erst einmal ein reges Interesse an dem neuen Café Heimat, das jeden Mittwoch von 15 bis 18 Uhr geöffnet ist. Gäste können auf einem Bestellzettel ankreuzen, was sie gerne essen oder trinken möchten. Bezahlen müssen sie dafür nichts. Freuen würde man sich allerdings über Spenden.

Bislang sind die pädagogischen Betreuer des Cafés äußerst zufrieden; „Unsere Klienten arbeiten immer selbstständiger und brauchen kaum noch unsere Unterstützung und die Arbeit macht ihnen sichtbar Freude“, sagten Lisa-Marie Koser, Jennifer Wagner und Daniel Kreutz.

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