Vom Zirkus lernen

Kita St. Markus fördert Vorschulkinder in Nied

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Gemeinsam hatten sie lange geübt: Zur Premiere der Vorstellung klappte dann alles perfekt in Nied.

Nied (zmo) – Es war eine Menge los im Gemeindezentrum St. Markus in Nied. Eltern standen Schlange und warteten darauf, dass sich die Türen zum Saal öffneten.

Sie freuten sich darauf, zu erleben, was ihre Sprösslinge in einer Woche Training gelernt hatten. Und es war eine „zirkusreife“ Performance, die ihnen dann geboten wurde. „Die Förderung unserer Vorschulkinder genießt in der Kita St. Markus besondere Priorität“, erklärte Diplom-Sozialpädagoge Mate Pasalic, der Leiter der Kita: „In den ersten Kindergartenjahren sind sie wissbegierig, kreativ und gestalterisch geworden, dass bestätigt unsere bisherige pädagogische Arbeit die nun mit der Premiere ,Vorschulkinder à la Zirkusfamilie‘ weitergeführt wird“, sagte Pasalic gegenüber dem Frankfurter Wochenblatt.

Warum Zirkusfamilie? Die Zirkuskünstlerin und Workshopleiterin Heidi Fletterer ist in einer Zirkusfamilie geboren und aufgewachsen. Ihre Erlebnisse möchte sie nun an Kitas und Schulen weitergeben. Mit ihrem „Kofferzirkus“ präsentiert sie auf kleiner Bühne – gemeinsam mit den Kindern – den Zusammenhalt in einer Zirkusfamilie. Nur wenn alle mitmachen, kann es einen guten und sicheren Auftritt geben.

Gut geschminkt und kaum nervös: Die Kinder mit (hinten von links) Mate Pasalic, Heidi Fletterer und Erzieherin Ronya Gottschalk.

In Zirkusfamilien gibt es Menschen mit unterschiedlichsten Fähigkeiten. Das wurde auch bei den Proben auf der kleinen Bühne im Gemeindezentrum deutlich sichtbar. Kinder zeigten ihr Talent und präsentierten das, was sie am besten beherrschen. Die Workshopleiterin und die Erzieherin Ronya Gottschalk halfen ihnen dann bei der Umsetzung auf der Bühne. Heidi Fletterer ist überzeugt, „dass mit diesen Präsentationen persönliche Stärken der Kinder ganzheitlich gefördert werden können. Sie erweitern damit ihre kreativen Ausdrucksfähigkeiten. Verborgene Talente werden entdeckt, ihr Selbstbewusstsein wird gefördert.“

Für Mate Pasalic bedeutet das Training auch, „dass die Kinder eine hohe Kooperationsbereitschaft, gegenseitiges Vertrauen und Teamgeist lernen können. Schon bei den Proben konnte man diese Eigenschaften deutlich erkennen“, sagt der Pädagoge über die Zirkusarbeit in der Kita.

Nach den Vorführungen bekamen die kleinen Künstler eine Menge Applaus. „Die Kinder bekamen mit, dass jeder individuell wichtig ist und mit seinem persönlichen Talent zu einem kollektiv guten Gesamtergebnis beigetragen hat. Jeder ist stolz auf seine eigenen Stärken und entwickelt damit Wertschätzung gegenüber den Fähigkeiten und Talenten der anderen Kinder.“ Dieser Meinung waren sowohl Heidi Fletterer als auch Mate Pasalic.

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