SV Zeilsheim feiert 100-jähriges Jubiläum in der Stadthalle

Zeitreise mit Musik und Tanz

Die Dance Oldies der TSG Neuenhain begeisterten das Publikum mit ihrem Tanz. Foto: Faure

Zeilsheim (jf) – An der Wand gegenüber der Bühne hängen Bilder von Mannschaften des Sportvereins, der am 7. Juni 1919 als Fußball-Club Zeilsheim gegründet wurde. Dazu hatte der Festausschuss eine besondere Gala zum 100. Geburtstag in der Stadthalle organisiert.

Mit „It’s a beautiful Day“ begann die Veranstaltung, eine von zwölf im Jubiläumsjahr.

Peter Strauch, Vorsitzender des Sportvereins, begrüßte die Gäste und dankte dem Festausschuss. Hans Greb führte durch die Revue, Karlheinz Kahl kommentierte die Zeitreise des Vereins. Er erinnerte zunächst an den bereits 1912 gegründeten 1. FC Zeilsheim, der zwei Jahre später aufgrund des Kriegsbeginns wieder aufgelöst werden musste. Doch 1919 schlug eine glücklichere Geburtsstunde für den heutigen SV Zeilsheim. Und der Verein überwand auch die schwierigen Zeiten nach Kriegsende. 1922 wurde der Verein Meister im Main-Gau – nur ein Erfolg im Laufe der Jahre.

Die Zeitreise ging musikalisch mit der Gruppe Dance Relevation der TSG Neuenhain weiter, die den Titel „Stranded“ vorstellte und dafür viel Beifall erhielt.

Anschließend sah das Publikum Bilder von Festumzügen und Mannschaften des SV Zeilsheim. Mit „Summertime“ trat Jeanette Alterino erstmals vor das Saalpublikum – sie hatte an diesem Abend noch zwei weitere mit Applaus bedachte Auftritte mit dem Beatles-Song „Twist and shout“ und Nenas „99 Luftballons“.

Inzwischen war auf der Zeitreise das Jahr 1931 erreicht, sportlich geprägt durch den Weltmeistertitel von Max Schmeling. 1948 wurde der SV Zeilsheim in der A-Klasse Main-Taunus Kreismeister. 1954 gewann die bundesdeutsche Fußballnationalmannschaft die WM in Bern – und die Zeit wurde in den 1960er-Jahren musikalisch vom Rock’n’Roll bestimmt. Passend dazu präsentierten sich die Dance-Oldies, ebenfalls TSG Neuenhain, mit einer schwungvollen Aufführung.

1959 wurde Eintracht Frankfurt gegen Kickers Offenbach Deutscher Fußballmeister. Einer, der damals nicht nur mitspielte, sondern auch zwei Tore schoss, betrat unter Beifall die Bühne: Istvan Sztani. Der 82-Jährige plauderte witzig mit Hans Greb und verriet Geheimnisse von der Meisterfeier: Da gab es Bier aus Teekannen.

Sztani lobte auch das Programm des Abends: „Man muss bedenken, die Tanzgruppen sind Amateure, keine Profis! Das, was sie leisten, ist toll!“ Aus der SV-Meistermannschaft waren Erich Rodler und Thomas Gumpl da, sie hatten damals sogar eine CD aufgenommen. „Es waren tolle Lieder!“, meinten die ehemaligen Spieler. Sie bedankten sich auch für die Unterstützung durch viele „Ehrenamtliche, die der Erfolgsgarant für Vereine sind“.

Das Lied „Auf geht’s!“ war anschließend zu hören – viele im Saal sangen mit. Ein großer Schritt nach vorn war 2007 die Eröffnung des neuen Kunstrasenplatzes. 2016 kehrte der SV in die Verbandsliga zurück.

Mit der furiosen Performance der Dreamdancer der TSG Neuenhain endeten die tänzerisch-akrobatischen Aufführungen, das Publikum bedankte sich mit stehenden Ovationen. Zum Abschluss des mehr als zweistündigen ersten Teils der Gala brillierte Comedian Andy Ost mit Kabarett und Parodie. Anschließend ging es mit Sara Bennett und viel Party weiter.

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