Klimaneutral

Gegen die Wohnungsnot: Nassauische Heimstätte baut in Frankfurt-Griesheim „Waldschulbogen“

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Die Nassauische Heimstätte baut in Frankfurt-Griesheim den „Waldschulbogen“. Von den 63 Wohnungen sind 53 gefördert

Zwischen Mainzer Landstraße und Waldschulstraße entstehen 63 neue und bezahlbare Mietwohnungen, 53 davon gefördert durch das Land Hessen und die Stadt Frankfurt am Main. Die Grundsteinlegung ist aufgrund des Coronavirus‘ abgesagt.

Frankfurt  – Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt (NHW) setzt einen Baustein im Ringen um mehr bezahlbaren Wohnraum in Frankfurt am Main. Im Stadtteil Griesheim errichtet Hessens größtes Wohnungsunternehmen 63 neue Mietwohnungen. 53 davon werden durch das Land Hessen und die Stadt Frankfurt gefördert.

Die Grundsteinlegung für den „Waldschulbogen“ in Frankfurt-Griesheim hat die Nassauische Heimstätte aufgrund des Coronavirus‘ allerdings abgesagt. 

Das ca. 3.000 Quadratmeter große Grundstück befindet sich zwischen Mainzer Landstraße und Waldschulstraße. Die 63 Wohnungen verteilen sich auf zwei Gebäude und bieten rund 4.300 Quadratmeter Wohnfläche. Die Wohnungsgröße variiert zwischen 35 und 116 Quadratmeter. Der Wohnungsmix reicht von 24 Zwei-Zimmer-Wohnungen über 26 Drei-Zimmer-Wohnungen und zwölf Vier-Zimmer-Wohnungen bis hin zu einer Fünf-Zimmer-Wohnung. 13 Wohnungen werden barrierefrei realisiert, zwei davon nahezu rollstuhlgerecht.

Frankfurt: Land Hessen fördert Wohnbauprojekt in Frankfurt Griesheim

Das Land Hessen fördert das Projekt mit fünf Millionen Euro, die Stadt Frankfurt mit 3,65 Millionen Euro. „Ein Baubeginn für ein solches Projekt ist immer eine gute Nachricht, aber in diesen Tagen ganz besonders“, sagt Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen. „Trotz Corona steht das Wirtschaftsleben in Hessen nicht still, sondern es wird weiter investiert. Die Landesregierung nutzt alle ihre Möglichkeiten, damit Jede und Jeder in Hessen eine Wohnung zu einem angemessenen Preis finden kann. Unter anderem stellen wir für die Wohnungsbauförderung bis 2024 insgesamt 2,2 Milliarden Euro bereit – ein Rekordwert für Hessen. Kein Projekt des sozialen Wohnungsbaus wird am Geld scheitern.“

Für Dr. Constantin Westphal, NHW-Geschäftsführer für Akquisition, Projektentwicklung und Immobilienmanagement, ist der „Waldschulbogen“ eine ideale Ergänzung für das bestehende Quartier. „Wir schließen eine Baulücke und beseitigen eine Brache. Stattdessen entsteht moderner und bezahlbarer Wohnraum für Singles, Paare, aber auch für Familien mit Kindern. Ich bin überzeugt davon, dass wir mit diesem Projekt nicht nur dem aktuellen Wohnungsmangel entgegenwirken, sondern darüber hinaus auch einen Erneuerungsimpuls für das gesamte Quartier setzen.“

Leitender NHW-Geschäftsführer Dr. Thomas Hain lenkte den Fokus auf den Aspekt der Nachhaltigkeit. „Wir haben uns gegenüber dem Land Hessen dazu verpflichtet, unseren gesamten Bestand bis 2050 klimaneutral zu gestalten und setzen damit bundesweit Maßstäbe. Diesem Vorsatz tragen wir auch hier Rechnung: Der Waldschulbogen wird als KfW-55-Effizienzhaus konzipiert und wir streben eine Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen an.“

Frankfurt: Nassauische Heimstätte durch Coronavirus‘ eingeschränkt

Eines der beiden Gebäude wird die Baulücke auf dem Grundstück in der Mainzer Landstraße 539 schließen. Das zweite Gebäude mit zwei Hauseingängen wird leicht abgesetzt positioniert, so dass eine durchgrünte Hinterhauslandschaft entsteht. Erschlossen werden die Gebäude durch den Fußweg an der Nordseite sowie die Tiefgarageneinfahrt in der Waldschulstraße. In der Tiefgarage befinden sich 31 Stellplätze und 100 Fahrradabstellplätze. 

Im Moment verzichtet die Nassauische Heimstätte/Wohnstadt aufgrund des Coronavirus‘ soweit es geht auf Mieterkontakt, Leistungen wie das Wohn-Service-Team werden nur noch eingeschränkt aufrecht erhalten. Ausnahmen gebe es dann, wenn eine Seniorin/ein Senior auf den Einkauf durch den Mitarbeiter angewiesen sei.

Die Regional- und Servicecenter haben derzeit geschlossen, per Telefon (069 678674-0) und E-Mail stehen die Mitarbeiter weiterhin zur Verfügung. Der Verkehrssicherungspflicht in den Quartieren kommt die Nassauische Heimstätte weiterhin nach, allerdings werde auch dort wo immer es gehe, auf direkten Kontakt mit den Mietern und Mitarbeitern verzichtet. Die derzeitig laufenden Außenmodernisierungen sowie die Arbeit auf den Baustellen würden zurzeit noch geprüft.

Die NHW unterstützt die Forderung vom Deutschen Mieterbund und dem Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, einen „Sicher-Wohnen-Fonds“ einzurichten, um  den Fortbestand der Mietverhältnisse zu sichern.

(red)

Erst Ende 2019 hat die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt mit zwei Neubauprojekten in den Frankfurter Stadtteilen Bornheim und Niederrad begonnen.

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