Neujahrsempfang des Ortsbeirats sechs

„Westen kann sich sehen lassen“

Ortsvorsteherin Susanne Serke wird von KEG-Geschäftsführer Rainer Wrenger geehrt. Foto: Stadt Frankfurt/Holger Menzel/p

Frankfurt West (red) – Der Frankfurter Westen startet in das Jahr: Bei seinem traditionellen Neujahrsempfang hieß der Ortsbeirat sechs das neue Jahr willkommen.

Neben Stadtverordneten, Mitgliedern des Ortsbeirats und Vertretern aus der Wirtschaft sowie der örtlichen Vereine und Kirchen kamen auch Bürger aus den Stadtteilen Goldstein, Griesheim, Höchst, Nied, Schwanheim, Sindlingen, Sossenheim, Unterliederbach und Zeilsheim. Ebenso zugegen war Oberbürgermeister Peter Feldmann als zuständiger Dezernent für die westlichen Stadtteile.

Nach der Begrüßung durch Ortsvorsteherin Susanne Serke wandte sich Feldmann an die Gäste und hob vor allem diejenigen hervor, die sich in Vereinen ehrenamtlich für ihre Stadtteile einsetzen: „Wer sich für andere engagiert, hält die Gesellschaft zusammen! Engagement ist eines der Markenzeichen von Frankfurt. Es hat hier eine lange Tradition – sollte aber trotzdem nicht als Selbstverständlichkeit gesehen werden.“ Vor allem in der jüngeren Generation sehe er viel Engagement: „Ich erlebe wache, kritische, aktive junge Menschen – in Schulen, an den Unis, in Vereinen und bei der Feuerwehr.“ Als Beispiele aus dem Frankfurter Westen nannte Feldmann den FC Heisenrath aus Goldstein, die Jugendfeuerwehr aus Unterliederbach, die Sossenheimer Kerbeburschen und die Werkstatt „Waldschulstraße“ in Griesheim. „Sie alle stehen stellvertretend für junge Menschen in Ehrenämtern. Sie fragen nicht lange – sie packen an!“ Das gleiche gelte auch für die Arbeit der Ortsbeiräte: „Sie bringen sich für den Zusammenhalt der Stadt ein und geben ein Stück Heimat.“

Ebenso nah bei den Menschen seien auch Stadtbezirksvorsteher, Sozialbezirksvorsteher, Kinder- und Seniorenbeauftragte, betonte das Stadtoberhaupt. Einen besonderen Dank richtete Feldmann an Rainer Wrenger, Gründungsgeschäftsführer der Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft (KEG), die bei dem Großteil der Bauvorhaben in Höchst involviert ist. Dazu zählt auch das Porzellanmuseum im Höchster Bolongaropalast, das in den vergangenen Wochen die höchsten Wellen im Frankfurter Westen und darüber hinaus geschlagen hatte. Feldmann kündigte an, dass Jan Gerchow, Leiter des Historischen Museums, in der nächsten Sitzung des Ortsbeirats die aktuelle Planung für die Sanierung präsentieren und offene Fragen beantworten werde. Die Kritik an mangelnder Information habe er wahrgenommen und verstanden, erklärte das Stadtoberhaupt, bat aber auch um Verständnis für vertrauliche Abstimmungsgespräche. Die Arbeiten am Bolongaropalast verzögern sich derzeit durch Schwierigkeiten beim Spezialtiefbau, die Wiederaufnahme ist für den Herbst 2022 geplant. „Trotz aller Widrigkeiten überwiegt bei mir die Vorfreude. Wir können uns glücklich schätzen – der Bolongaropalast wird ein Leuchtturm im Westen“, sagte Feldmann.

In Höchst und den angrenzenden Stadtteilen stehen noch weitere Bauprojekte an: Neben dem Höchster Bahnhofsvorplatz und den angrenzenden Straßen werden auch die Robert-Blum-, die Hostato- und die Robert-Koch-Schule saniert und die Betriebshöfe der FES neu gebaut. Im öffentlichen Nahverkehr stehen die Realisierung der Regionaltangente West und die Prüfung der Verlängerung der Straßenbahnlinie 11 im Mittelpunkt. „Im Westen gibt es viel zu sehen, viel zu berichten – er kann sich sehen lassen“, schloss der OB.

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