Bundesministerium fördert den „Innovationsraum Bioökonomie im Ballungsraum – Bio Ball“

Wandel nachhaltig vorantreiben

Bei der Übergabe der Förderurkunden (von links): Thomas Kastner, Kathrin Rübberdt, Rüdiger Schaldach, Michael Meister, Lieselotte Schebeck und Thomas Bayer von Provadis. Foto: p

Höchst (red) – Allein in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main fallen pro Jahr mehr als eine Million Tonnen an biobasierten Reststoffen an. „Wir wollen diese vermehrt stofflich nutzbar machen.

Denn angesichts des Klimawandels und der wachsenden Weltbevölkerung sind die Grenzen unserer derzeitigen, überwiegend auf fossilen Ressourcen basierten Wirtschaftsweise absehbar“, erklärt Thomas Bayer, Vizepräsident Forschung der Provadis Hochschule, die Idee, die hinter dem „Innovationsraum Bioökonomie im Ballungsraum“ (Bio Ball) steckt. Um den Strukturwandel hin zu biobasierten Stoffkreisläufen nachhaltig voranzutreiben und zu einer bioökonomischen Wertschöpfung beizutragen, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Bio Ball in den kommenden Jahren mit bis zu 20 Millionen Euro.

Für die Forschung, Entwicklung und Umsetzung hat sich die Provadis Hochschule am Industriepark Höchst mit Partnern aus Hochschulen, Forschungsinstituten, privater und kommunaler Wirtschaft sowie der öffentlichen Verwaltung zusammengetan. „Bio Ball entwickelt eine neue Innovationskultur und fördert den so wichtigen Transfer in die Praxis. Neue Formen der Zusammenarbeit zwischen industriellen, wissenschaftlichen und kommunalen Akteuren ermöglichen das “, betont Michael Meister, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung bei der Übergabe der ersten fünf Förderurkunden im Industriepark Höchst. „Denn nur mit neuen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen aus der Bioökonomie können wir zukünftig eine höhere Wertschöpfung erreichen. Gleichzeitig werden wir sowohl dem Umwelt- und Klimaschutz sowie der Sicherung unseres Wohlstandes gerecht.“

Diese ersten Bio-Ball-Projekte werden in Kooperation mit den Universitäten Kassel und Darmstadt, der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung sowie der Dechema-Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie in den kommenden Jahren mit Fördergeldern vorangetrieben. Der besondere Fokus liegt dabei auf Wirtschaftlichkeit, Skalierbarkeit und Klimaschutz. Die Initiatoren des Innovationsraums Bio Ball wollen ein Vorbildmodell für eine nachhaltige, bioökonomische Wertschöpfung entwickeln, das national wie international anschlussfähig ist und in andere Regionen – vor allem in andere Ballungsräume – übertragen werden kann.

Bio Ball ist einer von vier Innovationsräumen, die deutschlandweit vom BMBF gefördert werden. Die weiteren Innovationsräume beschäftigen sich mit Textilien aus nachwachsenden Rohstoffen, der nachhaltigen Nutzung von Meeresorganismen und neuen Lebensmittelsystemen. Weitere Infos unter https://www.provadis-hochschule.de/bioball.

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