Deutsche Bahn will denkmalgeschütztes Bahnhofsgebäude renovieren

Umgestaltung: Der Bahnhof in Höchst ist schöner geworden

Susanne Serke (CDU), Klaus Oesterling (Mitte) und Henning Brandt, der Leiter der Verwaltungsstelle, bei der Vorstellung des Bahnhofs. F.: Mohr

Höchst (zmo) – Rund um den zweitgrößten Bahnhof der Stadt, im Frankfurter Stadtteil Höchst, sieht es jetzt nicht nur schöner und übersichtlicher aus.

Die Umgestaltung des südlichen Bahnhoffeldes ist auch termingerecht fertig geworden, alles wirkt attraktiver und vor allem auch sicherer. So der Eindruck der meisten Bewohner, die sich kürzlich zur Besichtigung am Bahnhof eingefunden hatten.

„Durch den Umbau ist der Bahnhofsvorplatz jetzt deutlich aufgewertet worden. Die Verkehrsflächen sind neu geordnet und barrierefrei. Der Gehweg ist teilweise verbreitert, Radfahrer können sicherer fahren und ihre Räder besser platzieren. Der frühere Schandfleck ist damit beseitigt“, sagte der sichtlich zufriedene Verkehrsdezernent Klaus Oesterling, der ergänzend hinzufügte, „dass in Kürze, wenn die Pflanzzeit beginnt auch noch Bäume den Platz verschönern werden“.

Das Planungsziel dieses Projekts, das zum Programm „Schöneres Frankfurt“ gehört, war, die Bedürfnisse und Anforderungen der Reisenden und damit auch der Höchster Bevölkerung zu berücksichtigen. Dafür sorgen nun ein moderner, überdachter Busbahnhof, ein mit Basaltpflaster gestalteter Bahnhofsvorplatz, der den Bezug zu dem denkmalgeschützten Gelände herstellen soll, sowie sanierte Straßenabschnitte von Adolf-Haeuser-Straße und Dahlbergstraße.

Die grundsanierten und einheitlich breit gestalteten Straßen zwischen Ludwighafenerstraße und der Albanusstraße runden das Bild im Bahnhofsumfeld ab. Der Verkehr ist nun auf der Adolf-Haeuser-Straße und der Dahlbergstraße in beiden Fahrtrichtungen möglich. Die Parkmöglichkeiten an der Bruno-Asch-Anlage wurden neu geordnet, der „Park+Ride“-Platz der Deutschen Bahn modernisiert.

Ortsbeirat eingebunden

Der Ortsbeirat sechs war in diesem Projekt immer eingebunden und hielt auch während der Umbauten die Bewohner auf dem Laufenden. Vom Ortsbeirat kam der Wunsch, für die Weihnachtszeit eine entsprechende Möglichkeit für einen Tannenbaum zu schaffen. Eine dafür im Boden eingelassene Hülse wird nun zukünftig für weihnachtlichen Glanz auf dem Bahnhofsvorplatz sorgen.

Begonnen wurde mit den Bauarbeiten 2017, die Abnahme erfolgte nach 26 Monaten. Damit konnte die Fertigstellung im Winter 2019 eingehalten werden. Insgesamt wurden 13.000 Quadratmeter umgestaltet. Fast alles lief planmäßig. Eine unerwartete Besonderheit gab es dennoch: Unter dem Gehweg und den geplanten Parkmöglichkeiten befindet sich ein Keller, sodass dieser Bereich nicht umgebaut werden kann. Stadt und Eigentümer des Kellers suchen nun nach einer Lösung.

Der Busbahnhof ist schon seit 2018 im Betrieb. Digitale Anzeigen informieren Fahrgäste nun über zahlreiche neue Buslinien. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund fünf Millionen Euro. Das Land Hessen beteiligte sich daran mit Fördermitteln von 1,9 Millionen Euro. Das nächste Projekt plant jetzt die Deutsche Bahn, die nun das gesamte, denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude renovieren wird.

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