Bau einer Traglufthalle geplant

Tennissaison beginnt in Zeilsheim

So soll die Traglufthalle auf der Anlage des Zeilsheimer Tennisclubs auf der Hohen Kanzel aussehen. Foto: p

Zeilsheim (red) – Mit etwas Verspätung beginnt für Tennisfreunde die Sommersaison. Wegen Corona war das Ausüben des Sports bis zum 9. Mai verboten. Die Pläne für den Bau einer Traglufthalle beim Zeilsheimer Tennisclub waren davon jedoch nicht betroffen.

Die Vorbereitungen liegen im Zeitplan, ab Oktober werden die Zeilsheimer die Wintersaison erstmals in einer eigenen Halle spielen.

Bislang verteilte sich das Wintertraining auf verschiedene Standorte. Vor allem in Sindlingen, Kelsterbach und Höchst kamen Mannschafts- und Freizeitspieler, Kinder und Jugendliche während der kalten Jahreszeit unter. Das war mit einigem Aufwand verbunden. Jetzt steht der Sindlinger Tennisclub vor der Auflösung, seine Halle nicht mehr zur Verfügung. Drei Viertel seines Kinder- und Jugendtrainings hat der Zeilsheimer Klub dort abgehalten. Da Tennis gerade einen Aufschwung erlebt, war es nicht möglich, den Ausfall sinnvoll zu kompensieren. „Wir bekommen einfach keine zusammenhängenden Hallenzeiten. Das Pendeln zwischen verschiedenen Standorten ist für unseren Trainer Antun Recic kaum machbar und nicht zumutbar“, fasst Vorsitzende Gudrun Katzenbach zusammen. Die Schwierigkeiten, jedes Jahr einen Wintertrainingsplan zu erstellen, waren der Hauptgrund, warum sich der Verein dazu entschieden hat, in eine eigene Halle zu investieren.

Ab 2017 trugen Vorstandsmitglieder Informationen und Angebote zusammen. In einer außerordentlichen Versammlung im Januar beschlossen die Mitglieder einstimmig, eine Traglufthalle mit zwei Plätzen anzuschaffen. Sie wird die Tennisplätze eins und zwei direkt vorm Klubhaus überspannen und jeweils im Herbst auf- und im Frühjahr wieder abgebaut.

Die Kosten für das gesamte Hallenprojekt werden bei rund 200.000 Euro liegen. Mit der „Tennisoffensive Frankfurt“ übernimmt die Stadt die Hälfte. Vom Land werden 25 Prozent Zuschuss erhofft. Mitglieder gewähren dem Verein zinslose Darlehen, die restliche Summe wird über eine Bank finanziert. Durch Mieteinnahmen soll sich die Investition über die Jahre amortisieren.

Zwischenzeitlich ist der Bauantrag genehmigt. Alle Anträge auf Zuschüsse sind gestellt, weitere Vorarbeiten in Planung. Um die Heizung für die Tennishalle effizienter zu machen, wird der Klub die Gasversorgung von Propan- auf Erdgas umstellen. „Das wird, im Vergleich zu unseren früheren Bauvorhaben, viel Arbeit“, weiß Katzenbach: „Aber ich bin überzeugt, das bringt uns voran.“

Mitglieder können schon jetzt ihre Wünsche über Stunden-Abonnements beim Vorstand einreichen. Tennisfreunde anderer Vereine oder Einzelspieler erhalten ab Sommer die Möglichkeit, ebenfalls Stunden zu buchen. Dafür wird ein Buchungsportal über eine kostenlose App eingerichtet.

Die Halle ist auf gutem Weg, die Klubanlage auf der „Hohen Kanzel“ bereit für die Sommersaison, Tennisspielen ist wieder erlaubt: Der Zeilsheimer Tennisclub sieht optimistisch in die Zukunft. Nähere Informationen und Kontaktpersonen finden sich auf der Internetseite unter www.zeilsheimer-tennisclub.de.

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