Ort der aktiven Begegnung in Griesheim eröffnet

Stadtteilbüro „Eiche 13“ startet

Stadtrat Mike Josef (rechts) übergibt das Stadtteilbüro Eiche 17 in der Griesheimer Eichenstraße seiner Bestimmung. Foto: Schneider

Griesheim (zjs) – Stadtrat Mike Josef hat das Stadtteilbüro „Eiche 13“ in Griesheim Mitte Oktober seiner offiziellen Bestimmung übergeben: Es gilt als Ergänzung zum bereits bestehenden Büro „Wald“ in der Waldschulstraße 17.

Der neue Standort hat insbesondere die Funktion eines Veranstaltungs- und Begegnungsstandorts für alle Themen, die den Stadtumbau Griesheim betreffen. Unterstützt wird es durch das Städtebauförderprogramm von Bund, Land und Stadt.

„Wir sind sicher, dass mit der Anlaufstelle der öffentliche Raum aufgewertet wird und der Standort der gesamten Infrastruktur des Stadtteils zu Gute kommt“, zeigte sich der Planungsdezernent überzeugt. Ziel ist es auch, der Verdrängung entgegenzuwirken, denn durch die Explosion der Mieten in der Innenstadt weichen die Wohnungssuchenden in die stadtrandnahen Bezirke aus und versuchen dort ihr Glück, eine bezahlbare Bleibe zu finden. „Dieser Standort in der Eichenstraße 13 soll sich zu einem Ideenlabor entwickeln, denn jeder aus der Bevölkerung, der gute Vorschläge hat, was man ändern oder verbessern könnte, ist herzlich eingeladen, sich einzubringen“, sagte Mike Josef.

Der heute farbige Anstrich des vorher mausgrauen Gebäudes macht nun neugierig – und das soll er auch. Die Räume werden regelmäßig von der „Lopa“, der Lokalen Partnerschaft genutzt, wenn das Gremium für Treffen zusammen kommt. Weiter im Boot ist das Team des Stadtumbaumanagements und auch der Internationale Bund wird den Ort für vielfältige Veranstaltungen im Stadtteil beleben.

Klaus-Peter Kemper von der Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mbH, BSMF, als Hausherr war am Tag der Eröffnung erleichtert, denn er und sein Team haben viele Wochen und Monate daraufhin gewirkt. „Es ist zwar noch nicht alles optimal, doch wir sind auf einem guten Weg“, sagte der Leiter der Abteilung Stadtplanung beim BSMF. Damit noch vorhandene Mängel im Laufe der Zeit möglichst schnell ausgemerzt werden können, wurde eine Wunscheiche aufgestellt, an der man mit Zetteln seine Verbesserungsvorschläge anbringen kann.

Und das ist der Startschuss für Bernhard Kröhahn. Er ist Vorsitzender des Ortsverbands Griesheim des Sozialverbands VdK Hessen-Thüringen und bemängelt, dass das Thema Barrierefreiheit nicht genügend Berücksichtigung fand, denn wie sollen mobilitätseingeschränkte Menschen die vier Stufen erklimmen, die in die Räume führen? Die Verantwortlichen stimmten ihm zu und versprachen, bei Veranstaltungen mobile Rampen aus der Nachbarschaft zu organisieren. Ulrike Hollstein und Julia Wahl, Mitarbeiterinnen im Stadtteilbüro, freuen sich auf jeden Fall, dass es jetzt losgeht: „Wir haben lange auf den heutigen Tag hingearbeitet und sind schon gespannt auf die vielen Anregungen aus der Bevölkerung“, sagten sie.

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