Tolles Erlebnis beim ersten FFC Frankfurt

St.-Markus-Kinder als Einlaufkids

Fußballerinen und Kita-Kids auf dem Weg zum Anstoß. Foto: p

Nied (red) – Sicherlich hatten die Kinder, Eltern und Betreuer der Kita St. Markus für diesen Freitagabend auf besseres Wetter gehofft. Nach den letzten sonnigen Herbsttagen, deutete der 1. November allerdings recht eindrucksvoll an, dass es langsam Winter wird.

Nicht genug damit, dass es Bindfäden regnete, dazu streikten die Busfahrer und der Autoverkehr in der Stadt brach zusammen – wie so oft bei diesen schlechten Witterungsverhältnissen in Frankfurt.

Mate Pasalic, Leiter der Tagesstätte, der für diesen Freitag mit den „Kita-St.-Markus-Löwen“ ein Highlight geplant hatte, behielt die Ruhe und organisierte alles um. „Kein Problem, das ist halt die Realität bei derartigen Veranstaltungen, da muss man eben ein bisschen umdenken“, sagte der erfahrene Sozial-Diplom-Pädagoge, der notgedrungen auf den Bus verzichten musste und sich entschied, die Kinder mit S- und U-Bahn oder dem Auto ins Brentanobad-Stadion, dem Ort des Geschehens, fahren zu lassen. Zum Frauen-Fußball-Bundesligaspiel des ersten FFC Frankfurt gegen SGS Essen, sollten „seine“ vier- bis sechsjährigen Kids mit den Fußballerinnen beider Vereine ins Stadion einlaufen.

Schon in der S-Bahn machten die aufgeregten Kinder andere Fahrgäste auf ihr anstehendes Event aufmerksam. Dabei wurde engagiert über die Unterschiede zwischen Frauen- und Männerfußball diskutiert – mit der Erkenntnis, dass der Frauenfußball ohne Zweifel attraktiv ist, aber dennoch weiter gefördert werden muss. „Für die Kinder der Kita St. Markus in Nied, hat die sportliche Förderung höchste Priorität, dazu gehört auch die Akzeptanz und Vielfalt von Geschlechtergerechtigkeit. Deshalb war es für mich wichtig, dieses Ereignis zu organisieren um frühzeitig mit den Jüngsten über die sportlichen Möglichkeiten der beiden Geschlechter Erfahrungen sammeln zu können“, erklärt Mate Pasalic seine pädagogische Aufgabe. Dass damit auch die Eltern der Kinder für die Attraktivität und die Stärken des Frauenfußballs sensibilisiert werden, sind zusätzliche Effekte.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, erklärte schon Sepp Herberger und meinte damit die Aussprache nach dem Ende einer Begegnung. Erzieherin Sabrina Eschenröder und Pasalic verbrachten so auch den gesamten Fußballabend mit den Eltern und Kindern. Es wurde viel diskutiert, was auch die Beziehungen untereinander stärken sollte.

Pasalic, aktuell Trainer beim ersten FFC Frankfurt III, hat auch festgestellt, dass viele Mädchen zögern, sich einem Fußballklub anzuschließen. Er hofft nun, dass mit diesem Ausflug und dem anschließenden gemeinsamen Abend eine höhere Akzeptanz in den Familien und gleichzeitig für eine höhere Begeisterung bei Mädchen erreicht wird.

„Lass uns doch ein gemischtes Team machen mit Mädchen und Jungen und dann gegen andere Kitas spielen“, brachte Laura eine Idee ins Spiel, die Pasalic damit ein neues Projekt bescherte, was in Kürze realisiert werden soll. Die Kinder der Kita St. Markus, die mit den Profispielerinnen vor laufenden Kameras Aufstellung nahmen, werden diesen Moment lange nicht vergessen. Dass die Partie 1:1 endete, war dann letztendlich zweitrangig.

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