Maria Hilf bietet seit Jahren eine Pilgerreise an

Auf den Spuren der von Assisis

Auf der Pilgerreise sah die Gruppe schöne Kathedralen und Kapellen. Foto: Alexander Safran/p

Nied/Griesheim (red) – Unter den Fittichen von Monika Stanossek, Ursula Sauter und Pfarrer Wüst machte sich jüngst eine Gruppe von gut vierzig Gleichgesinnten aus dem Pastoralen Raum Nied, Griesheim und Gallus auf den langen Weg nach Assisi.

Im Bus war die erwartungsvolle wie freudige Spannung auf das, was grade begann, förmlich zu greifen: Am Abend kamen die Pilger im schweizerischen Flüeli an, wo sie die Wirkungsstätten des Nationalheiligen der Schweiz, Nikolaus von Flüe, besichtigte und einen Gottesdienst feierte. Dieser heimelige wie bedeutungsschwangere Ort war auch Zwischenstation, am nächsten Morgen ging es dann in die zweite Etappe nach Assisi.

Während der Busfahrt wurde geplaudert, gebetet, gesungen und geschlafen. Immer wieder erzählte einer der drei Begleiter Anekdoten zum Thema Pilgern oder auch Legenden über den Heiligen Franziskus und die Heilige Klara.

Endlich in Assisi angekommen wurden die Quartiere bezogen und gleich die Spuren von Franz sowie Klara von Assisi aufgenommen. Das geschah im täglichen Gebet – aber auch durch die Besuche der markanten Orte des Wirkens dieser beiden Heiligen. In der nahezu vollständig mittelalterlich erhaltenen Stadt Gubbio betraten die Pilger die Kirche, in der der Heilige Franziskus erstmals seine Kutte angelegt hatte, die zum traditionellen Kleidungsstück der Franziskaner wurde. Auf dem Weg dorthin erzählte Pfarrer Wüst die Geschichte vom Wolf von Gubbio.

In Greccio erfuhren die pilgernden Gesellen von der ersten Krippe der Welt, die Franziskus mitten im Wald aufbaute, um „selbst die Geburt Jesu nachzuvollziehen“. Das Örtchen Rivotoro beherbergt die ersten kargen Hütten der ersten Brüder von Franziskus. Die Einsiedelei Carceri war ein beliebter Rückzugsort, auch San Damiano, die kleine Kapelle, die Franz kaufte und Klara von Assisi überließ, war einen Besuch wert. Sie gründete dort ihren kontemplativen Orden „der armen Frauen von San Damiano“, aus dem dann später die Klarissen wurden.

Die Portiuncula Kapelle in der Kathedrale Santa Maria deli Angeli, die Kapelle, die er eigenhändig wieder aufgebaut hat, war ein weiterer Höhepunkt der Pilgerreise. Wunderschöne Orte, die sich nahezu im mittelalterlichen Originalzustand mit dem entsprechenden Ambiente präsentierten. Der Hausberg Assisis, der knapp 1300 Meter hohe Monte Subascio war eine besondere Herausforderung für die lauf- und wanderstarke Truppe, der sie sich auch tapfer stellte.

Das gemeinsame Frühstück und Abendessen trug wesentlich dazu bei, dass die Gruppe schnell zusammenfand und sich neue Freundschaften entwickelten. Am letzten Abend im Haus der Brigitta-Schwestern wurde es manchem der Teilnehmer warm ums Herz. Denn Wüst und Sauter erklärten mit schweren Herzen, dass dies die letzte Pilgerreise gewesen sei, an der sie mitgewirkt haben. Das bedeutete, dass es nach 34 Jahren dieses prägende Trio nicht mehr geben wird. Da kullerte schon die eine oder andere Träne. Die Pilger bedankten sich mit Applaus und Geschenken für die schöne gemeinsame Zeit, die man miteinander verbringen durfte.

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