Seit zehn Jahren fester Bestandteil von Unterliederbach

Sozialkaufhaus feiert Geburtstag

Das Sozialkaufhaus „Kleider am Alleehaus“ sorgt seit zehn Jahren in Unterliederbach für Begegnungen. Foto: Caritasverband Frankfurt/p

Unterliederbach (red) – Seit zehn Jahren qualifiziert und beschäftigt „Kleider am Alleehaus“ langzeitarbeitslose Menschen für das Berufsleben und schafft kostengünstige Einkaufsmöglichkeiten für hilfebedürftige Familien und Menschen in Not.

Das gemeinsame Angebot von Kirchengemeinde und Caritas fördert außerdem die Begegnung im Stadtteil. Die Jubiläumsfeier fand mit einem Tag der offenen Tür statt. Caritasdirektorin Gaby Hagmans ehrte fünf Ehrenamtliche, die sich von Beginn an für die Einrichtung engagieren.

„In zehn Jahren sind verlässliche und vertrauensvolle Strukturen und Kooperationen im Stadtteil entstanden, die unser Sozialkaufhaus zu einem nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil von Unterliederbach machen“, sagte Hagmans. „Neben der erfolgreichen Beschäftigungsförderung langzeitarbeitsloser Menschen trägt die Arbeit im Alleehaus auch zu einem nachhaltigen Umgang mit Textilien bei. Denn Textilspenden, die nicht für den Verkauf geeignet sind, werden fach- und umweltgerecht einer weiteren Verwendung zugeführt.“

Seit zehn Jahren wird „Kleider am Alleehaus“ von den Beschäftigungsbetrieben des Caritasverbands „Cariteam“ in ehrenamtlicher Kooperation mit der katholischen Gemeinde St. Johannes Apostel in der Pfarrei St. Margareta betrieben und bietet ein breit gefächertes Sortiment gebrauchter Damen-, Herren-, Kindertextilien, Haushaltsartikel sowie Elektrokleingeräte an. Gefördert wird das es durch das Jobcenter und die Stadt Frankfurt.

Seit 2004 haben 408 Teilnehmer die Beschäftigungsförderung im Alleehaus durchlaufen. Außerdem haben seit 2013 14 Auszubildende eine Ausbildung als Kaufmann/-frau im Einzelhandel oder als Verkäufer absolviert. Aktuell arbeiten 20 Personen als im Sozialkaufhaus, fünf hauptamtlich Mitarbeitende und bis zu 40 Ehrenamtliche koordinieren die Arbeit an zwei Arbeitsstätten. Neben den Aspekten Versorgung, Beschäftigung und Qualifizierung, haben die Themen Wiederverwertung, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung an Bedeutung gewonnen.

Zudem ermöglicht der Second-Hand-Markt eine niedrigschwellige, kostengünstige und wohnortnahe Einkaufsmöglichkeit für Menschen, die Inhaber eines Frankfurt-Passes, ALG II-Bescheids oder Berichtigungsscheins sind. Auch Studenten haben die Möglichkeit, durch das Angebot zu stöbern.

Für ihr langjähriges Engagement ehrten Hagmans, Petra Spöck, Arbeitsbereichsleitung, und Astrid Böhm, Einrichtungsleitung, ehrenamtliche Mitarbeiterinnen der ersten Stunde: Annelie Frank, Ingrid Nowottka, Ursula Haasis, Elisabeth Lay und Margarete Dietrich. Für ihr Engagement wurden sie mit dem silbernen Ehrenzeichen des Bistums Limburg geehrt.

Weitere 40 Ehrenamtliche unterstützen das Kaufhaus und ermöglichen Öffnungszeiten mittwochabends und samstagvormittags. Zu diesen Zeiten können auch Menschen einkaufen, die nicht im Besitz eines Frankfurt Passes, aber trotzdem auf die Unterstützung durch das Angebot im Second-Hand-Kaufhaus angewiesen sind.

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