Schulbau fordert Stadt heraus

Kultusminister und Baudezernent besichtigen Projekte

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Am provisorischen Standort der IGS Kalbach-Riedberg (von links): Baudezernent Jan Schneider, die stellvertretende Schulleiterin Mareike Klauenflügel, Schulleiterin Susanne Gölitzer und Kultusminister Alexander Lorz.

Riedberg (red) – Mit der Erweiterung bestehender Schulen und mehreren Neubauten reagiert die Stadt auf die steigenden Schülerzahlen. Derzeit müssen pro Jahr zusätzliche Plätze für rund 2000 Schüler geschaffen werden.

Der im September von der Stadtverordnetenversammlung beschlossene Schulentwicklungsplan sieht acht neue Schulen vor. „Das stellt uns vor gewaltige Herausforderungen“, sagte Baudezernent Jan Schneider bei einem Ortstermin mit Kultusminister Alexander Lorz auf dem Riedberg, wo mehrere Schulen neu errichtet oder erweitert werden. „Wir müssen in kürzester Zeit geeignete Grundstücke finden und Planungen vorantreiben.“ Lorz unterstützte die Anstrengungen der Stadt, eine hinreichende Zahl an Schulplätzen in allen Bildungsgängen vorzuhalten. Es ist Aufgabe des Schulträgers, mit konsequenter Planung rechtzeitig auf weiterhin steigende Bedarfe zu reagieren. „Dass die Ausbaubestrebungen im verdichteten städtischen Raum an Grenzen stoßen, darf nicht zu Engpässen bei der Versorgung mit Schulplätzen führen“, sagte der Minister.

Besonders groß ist der Bedarf an neuen Schulplätzen derzeit im Frankfurter Norden. Allein im neuen Stadtteil auf dem Riedberg sind in den vergangenen zwei Jahren rund 2400 Einwohner hinzugekommen. Um die beiden bestehenden Grundschulen zu entlasten und weitere Schüler aufnehmen zu können, entsteht an der Hans-Leistikow-Straße ein Übergangsquartier aus 160 Stahlmodulen für eine dritte Grundschule. Derzeit werden auf dem Grundstück noch Erdarbeiten ausgeführt, doch zu Beginn des Schuljahres werden Schüler unterrichtet. „Hier muss es uns gelingen, in einem Zeitraum von weniger als einem Jahr eine neue Schule zu errichten“, sagte Schneider. Die schnelle Lieferung der Stahlmodule ist deshalb möglich, weil die Stadt Ende vergangenen Jahres den Rahmenvertrag zur Lieferung und Anmietung mobiler Anlagen für Schulen erweitert hat. „Wir können künftig noch flexibler reagieren“, betonte Schneider.

Die Grundschule Riedberg 3 wird zwei Jahre lang in der temporären Anlage arbeiten. 2021 zieht sie in die heute von der IGS Kalbach-Riedberg genutzte Holzmodulanlage an der Carl-Hermann-Rudloff-Allee. Dort entsteht neben dem 2017 fertiggestellten ersten Bauabschnitt der zweite Gebäudeteil. Die Arbeiten an dem neuen Trakt für die Jahrgangsstufen sieben und acht werden in den kommenden Wochen abgeschlossen. Im Juli kann der zweite Bauabschnitt, der rund sieben Millionen Euro kostet, in Betrieb gehen. Die Schule erhält acht weitere Klassenräume, eine Lehrküche sowie mehrere weitere Fachräume.

2021 soll die IGS mit 600 Schülern an ihren endgültigen Standort in der Gräfin-Dönhoff-Straße an der U-Bahn-Station Riedberg umziehen. Für den Schulcampus mit Turnhalle, der rund 47 Millionen Euro kostet, wurde in dieser Woche der symbolische erste Spatenstich gesetzt. Der Neubau entsteht nach Plänen des Büros „h4a Architekten“, deren Entwurf 2016 bei einem Architektenwettbewerb den ersten Preis gewonnen hatte. Leitidee für das U-förmige Schulgebäude ist die Aufteilung der Nutzungen in sogenannte Lernhäuser. In diesen werden die Unterrichtsräume der einzelnen Klassen jahrgangsstufenweise angeordnet.

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