Baudezernent Schneider präsentiert Neubau- und Erweiterungsprojekte

Schub für die Schullandschaft im Frankfurter Westen

Baudezernent Jan Schneider (von links), Sigrid Eichler, Michael Simon (beide ABI) und Architekt Konstantin August auf der Terrasse des Neubaus der Ludwig-Weber-Schule. Foto: Heike Lyding/p

Nied/Sossenheim/Sindlingen (red) – Der Bildungssektor ist einer der Schwerpunkte im städtischen Investitionsprogramm. Mehrere Projekte werden derzeit im Frankfurter Westen realisiert.

Als Beispiele für die Modernisierung der Schullandschaft und den Ausbau der Kapazitäten präsentierten Baudezernent Jan Schneider und das Amt für Bau und Immobilien bei einer Besichtigungstour die Erweiterung der Fridtjof-Nansen- sowie die Neubauten der Henri-Dunant- und der Ludwig-Weber-Schule.

„Die Ausstattung der Stadtteile mit modernen Schulen, die über ausreichend Platz verfügen, ist uns ein großes Anliegen“, sagte Schneider. „Gerade die Schullandschaft im Frankfurter Westen erfährt einen Schub. Ich freue mich, dass wir vielen Schülern dort bessere Lernbedingungen bieten können. Für die Lehrer sowie für die pädagogischen Fachkräfte und alle Mitarbeiter der Schulen schaffen wir bessere Arbeitsbedingungen.“

An der Fridtjof-Nansen-Schule in Nied wird durch einen neuen Erweiterungsbau aus Holzmodulen die Qualität des Betreuungsangebots erhöht. In Verlängerung des Verwaltungsgebäudes an der Dürkheimer Straße entsteht eine zweigeschossige Anlage mit sechs Betreuungsräumen. Die Holzmodule werden beim Hersteller vollausgestattet vorgefertigt und auf die Fundamente montiert, die zum Teil von der früheren Containeranlage vorhanden sind, die mittlerweile abgerissen wurde. Im September soll die Anlage fertig sein. Diese Erweiterung, die rund 2,4 Millionen Euro kostet, ist die dritte aus einer Rahmenvereinbarung, die die Lieferung von bis zu 400 Modulen vorsieht. Außerdem werden an der Fridtjof-Nansen-Schule für insgesamt rund 813.000 Euro die Fassaden saniert und zusätzliche Fluchttreppen angebaut.

Einen kompletten Neubau erhält die Henri-Dunant-Schule in Sossenheim, deren Kapazität auf vier Züge erweitert wird. Die beiden Bestandsgebäude der Grundschule wurden abgerissen. An ihrer Stelle entsteht ein vom Architekturbüro „Ackermann + Raff“ entworfener Neubau, der dem Leitbild „Schule als Lebensraum“ folgt. Neben den Räumen für den Schulbetrieb entstehen Aufenthaltsmöglichkeiten für Freizeit und Lernen außerhalb des Unterrichts. Die Räume einer Jahrgangsstufe sind jeweils zu einem Cluster zusammengefasst. In dessen Zentrum steht ein „Wohnzimmer“, das zur Erschließung und für die Gruppenarbeit genutzt werden kann. Der Abschluss der Arbeiten am Gebäude ist für Februar 2020 vorgesehen. Nach Fertigstellung der Außenanlagen kann die Schule zum Schuljahr 2020/21 aus ihrem Übergangsquartier in die neuen Räume ziehen. Insgesamt kostet der Neubau rund 22,3 Millionen Euro.

Schon etwas weiter vorangeschritten ist der Neubau der Ludwig-Weber-Schule in Sindlingen. Hier ist das Ende der Arbeiten für September 2019 terminiert. In den Herbstferien kann die Schule umziehen. Der Neubau wurde erforderlich, da sich eine Sanierung des Bestandsgebäudes als unwirtschaftlich erwiesen hatte. Gebaut werden Räume für eine zweizügige Grundschule mit Einstiegsklassen und einem inklusiven Ganztagsbetrieb mit Cafeteria und Küche sowie eine Sporthalle. Herzstück der Schule ist das Foyer mit einer dreigeschossigen, lichtdurchfluteten Treppenhalle. Die einzelnen Räume sind durch großzügige Erschließungszonen verbunden, die als flexible Erweiterung der Klassenräume sowie als Erholungsbereich genutzt werden können. Eine spätere Erweiterung der Schule ist im Entwurf des Stuttgarter Architekturbüros Behnisch vorgesehen. In den jetzt realisierten ersten Abschnitt werden rund 24 Millionen Euro investiert.

„Wir sehen im Frankfurter Westen das gesamte Leistungsspektrum des Amtes für Bau und Immobilien“, sagte Schneider. „Wo es nötig ist, können schnell modulare Erweiterungsbauten für den kurzfristigen Bedarf realisiert werden. Aber wir errichten auch hochwertige Massivbauten, mit denen die Schulen viele Jahrzehnte Freude haben werden.“

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