Renaissance der Mietergärten

Richtfest für 76 Passivhaus-Wohnungen gefeiert

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Constantin Westphal von der Nassauischen Heimstätte (von links), Monika Fontaine-Kretschmer, Polier Sascha Rau, Tarek Al-Wazir und Thomas Hain beim Richtfest der Melagärten in Preungesheim.

Preungesheim (zmo) – Dass alles im Zeitplan lag beim Richtfest für die Melagärten, erzeugte beste Laune nicht nur unter der anwesenden Geschäftsführung der Nassauischen Heimstätte, sondern auch beim Hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, dem Preungesheimer Ortsvorstand und bei den zahlreichen Bauarbeitern.

Und als Polier Sascha Rau bei strahlendem Wetter aus luftiger Höhe seinen Richtspruch vorbrachte, gab es eine Menge Beifall für die geleistete Arbeit aller Verantwortlichen. „Friedensreich Hundertwasser hatte einmal vor Jahrzehnten seine Visionen kundgetan, dass Menschen zukünftig in Wohnungen leben könnten, wo es auf dem Dach Gärten und Bäume gebe. Er wurde damals belächelt, aber heute sind das keine Visionen mehr. Unsere Melagärten haben zwar keine Bäume auf dem Dach, dafür aber kleine Gärten vor dem Haus“, sagte der Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätte, Thomas Hain, in seiner Rede zum Richtfest. Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir machte deutlich, „dass wir vor großen Aufgaben stehen, was den Wohnungsbau angeht. Im Vogelsberg und im Odenwald gibt es oft Leerstand, in Frankfurt dagegen sieht das völlig anders aus. Wir müssen dafür sorgen, dass es auch in den Ballungsgebieten genügend Wohnraum gibt. Die Nassauische Heimstätte ist für das Land ein wichtiger Partner, um den angespannten Mietwohnungsmarkt zu entlasten.“ Sie leiste hierfür einen großen Beitrag: „Aus diesem Grund prüfen wir, das Eigenkapital der Nassauischen Heimstätte weiter aufzustocken – mit dem Ziel, dass sie ihren Bestand von 60.000 auf mehr als 75.000 Wohnungen erhöhen kann.“

In den Melagärten in der Preungesheimer Boskoopstrasse entstehen nun 76 Wohnungen in unterschiedlichen Größen. Die Mieten bewegen sich zwischen elf und 12,80 Euro pro Quadratmeter. Der leicht mediterrane Baustil soll Bezug auf das Wort Mela nehmen, so heißen die Äpfel auf Italienisch. Mit dem Straßennamen Boskoop, einer alten Apfelsorte mit holländischer Geschichte, haben die Verantwortlichen offenbar zu kultureller Vielfalt finden wollen.

Monika Fontaine-Kretschmer, Geschäftsführerin der Nassauischen Heimstätte für den Bereich Neubau, erläuterte noch einmal die Vorteile der Wohnungen: „In den Melagärten finden zukünftige Bewohner alles, was sie brauchen: Bezahlbare, stabile Mieten, Wohnungsmix für Senioren, Singles und Familien, eine exzellente Infrastruktur und ein Naherholungsgebiet in unmittelbarer Nähe. Eine Besonderheit ist, dass Mieter Gärten vor Ort pachten können.“

Wer schnell in die Innenstadt will, dem stehen fußläufig am Gravensteiner Platz öffentliche Verkehrsmittel zur Verfügung, zwei Autobahnanschlüsse sind in unmittelbarer Nähe. Leicht erreichbar befinden sich im Apfel-Carré die notwendigen Versorgungseinrichtungen. Zur Schonung der Ressourcen gehört neben dem Passivhausstandard auch die Warmwasserbereitung. Diese wird in den Melagärten durch Solarthermie unterstützt. Die Nebenkosten sollen sich damit in Grenzen halten. Die Melagärten sollen Ende 2020 bezugsfertig sein. Das wäre im Zeitplan der Nassauischen Heimstätte.

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