Sport, Kultur und Wohnen

Pläne zum Neubau vor Vereinsring Unterliederbach vorgestellt

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Rainer Wrenger (links) und Oliver Göbel bei der Vorstellung erster Pläne für den Neubau der Sport- und Kulturhalle.

Unterliederbach (jf) – Die Vereinsgaststätte des VfB Unterliederbach ist voll.

Der stellvertretende Vorsitzende des Vereinsrings, Oliver Göbel, begrüßt Rainer Wrenger, Geschäftsführer der städtischen Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft (KEG), Klaus-Peter Kemper und Architektin Helen Filipp, beide von der Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung (BSMF). Sie hatten erste Planungen für den Neubau der Sport- und Kulturhalle mitgebracht. „Bereits im September 2018 haben die Stadträte Mike Josef, Markus Frank und Daniela Birkenfeld über die Pläne gesprochen. Seit 2010 liegen Forderungen nach Versammlungsräumen und einem Ort für die Arbeit des Vereinsrings auf dem Tisch. Nun liegen erste Ausarbeitungen vor“, erklärte Göbel.

Danach bleibt die Struktur des gegenwärtigen Areals weitgehend erhalten. Auf der einen Seite ist ein Bereich für Sport und Kultur vorgesehen, der aus Unter- und Erdgeschoss besteht, auf der anderen Seite und mit separatem Zugang ein Wohngebäude mit insgesamt 16 Wohneinheiten. Dazwischen soll eine kleine Grünanlage entstehen. Während das Untergeschoss weitgehend erhalten bleibt, jedoch barrierefrei ausgebaut wird, sollen im Erdgeschoss zwei Mehrzweckräume, die verbunden werden können, sowie ein kleiner Sitzungssaal, ein Bürger-Café und Verwaltungsräume entstehen. Je nach Bestuhlung wird es im Mehrzweckbereich Platz für 96 bis 132 Personen geben.

Das Wohngebäude soll zwei Etagen sowie ein Sattelgeschoss haben und sich damit gut ins Stadtbild einfügen. „Die Wohnungen sollen im Rahmen des ersten und zweiten Förderweges vermietet werden. Damit kostet der Quadratmeter zwischen fünf und acht Euro Miete“, erläuterte Wrenger. Für die Wohnungen soll es neun Stellplätze auf dem Gelände geben. Weitere 35 Stellplätze für die Halle werden benötigt, eine Lösung gibt es noch nicht. „Eigentlich wird in dem relativ kleinen Stadtteil Unterliederbach keine große Parkfläche benötigt, alles ist fußläufig erreichbar“, weiß Wrenger. Denkbar wäre ein Abriss im Jahr 2019 und die Fertigstellung 2021 – doch zunächst muss seitens der Stadt die Frage des Grundstücks geklärt werden. „Warum gibt es denn zur Halle noch ein Wohngebäude?“, fragte ein Bürger. „Weil wir in Frankfurt dringend Wohnraum brauchen“, antwortete Wrenger.

„Wer betreibt die Halle?“, will ein anderer Bürger wissen. Das sei noch ungeklärt, allerdings werde die Idee, einen Hausmeister einzusetzen, gerne aufgenommen. Rein theoretisch könnte der Vereinsring das Haus mieten, doch die Kosten sind zu hoch. „Der Stadt ist die Lage bekannt. Sie muss Entscheidungen treffen“, sagte Wrenger. Rund sechs Millionen Euro werden für den Neubau des Komplexes veranschlagt; 60 Prozent davon entfallen auf den Wohnbereich. Mit der Nachbarschaft wurden bereits erste Gespräche geführt, man wolle weiter in Kontakt bleiben. Der Vereinsring ist aufgefordert, die Wünsche seiner Mitglieder zu sammeln und an die KEG weiterzuleiten. In so einem frühen Planungsstadium kann noch manches berücksichtigt werden.

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