Mit Cello und Gitarre

Neujahrskonzert: Magische Klänge im Porzellanmuseum

+
Ariana Burstein und Robert Legnani begeistern mit eindrucksvoller und leidenschaftlicher Musik das Höchster Publikum bei ihrem Neujahrskonzert.

Höchst (zmo) – Es war etwas ganz Besonderes, was Ariana Burstein am Cello und Roberto Legnani an der Gitarre am Mittwoch bei ihrem Neujahrskonzert im gut besuchten Porzellan-Museum in Frankfurt Höchst vortrugen.

Die Direktorin des Museums, Patricia Stahl, versprach den Zuschauern schon bei der Vorstellung der beiden Künstler „magische Klänge von ergreifender Schönheit, Sinnlichkeit und Freude, Leidenschaft und Melancholie“. Das Duo tritt schon seit zwei Jahrzehnten zusammen auf – und das auch nicht zum ersten Mal in Frankfurt-Höchst. Der faszinierende Klang der beiden sehr unterschiedlichen, in der Musik nicht oft zusammen gehörten, Instrumente und das virtuose Spiel begeisterten die Zuhörer dann auch vom ersten Stück an. Das Repertoire der Künstler bot eindrucksvolle und ausdrucksstarke Vielfalt. Auf geheimnisvolle eigens komponierte keltische Musik und rhythmische spanische Folklore, folgte ein Concerto von Antonio Vivaldi. Nach einem chinesischen Liebeslied und einer deftigen kubanischen Habanera, durfte auch ein leidenschaftlicher Tango nicht fehlen.

Größer hätte der Kontrast kaum ausfallen können. Aber die beiden Instrumente waren immer in der Lage diese Kontraste in einen sehr emotionalen Einklang zu bringen. Die Höchster Zuschauer waren begeistert. Was besonders beeindruckte, war die große Leidenschaft der beiden Künstler für ihre außergewöhnliche Musik. Pulsierende Rhythmen und alte Stilelemente erklangen in einem kunstvoll neuen Gewand: Musik aus dem maurischen Mittelalter, hinführend ins 21. Jahrhundert, mit fließenden Grenzen zwischen abendländischer, asiatischer und jüdischer Kultur.

Selbst die Liebe der beiden Künstler zu ihren Instrumenten wurde sichtbar. Wie sie es immer wieder schafften, bei aller Konzentration auf ihr eigenes Instrument, bei ihrem völligen Bei-sich-Sein gleichzeitig eine Einheit zu bilden und dabei atemberaubende Klangfarben zu erzeugen, machten das Publikum sprachlos und drückte das großes künstlerische Können der beiden Musiker aus.

Vor dem Konzert und während der Pause hatten die Zuhörer dann auch noch die Gelegenheit zu einem Rundgang durch das Museum. In einer Dauerausstellung zum 270-jährigen Gründungsjubiläum der alten Höchster Porzellanmanufaktur werden derzeit im Kronberger Haus in der Bolongarostraße umfangreiche Sammlungen von Fayencen und Porzellanen des 18. Jahrhunderts gezeigt. Bei einem Glas Wein genießen die Besucher nicht nur das wunderbare Konzert, sondern können sich dabei auch noch die recht wechselvolle Geschichte des Höchster Porzellans ansehen und erklären lassen. Dieser Abend hatte ebenfalls seine Vielfalt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare