Projekt im Rahmen „Schöneres Frankfurt“

Neuer Ortskern Alt-Nied freigegeben

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Klaus Oesterling (links) und Mike Josef eröffnen den neugestalteten Ortsteil, hinter ihnen liegt die umgestaltete Straße Alt-Nied.

Nied (zmo) – Zehn Monate Wartezeit haben sich für die Anwohner in Nied gelohnt: Zuvor war die Straße Alt Nied eine dunkle, unansehnliche Straße, die Bürgersteige waren schmal, wildes Parken an der Tagesordnung.

Positive Reaktionen der Anwohner hörte man hingegen, als die Stadträte Mike Josef (Planen und Wohnen) und Klaus Oesterling (Verkehr) die Straße eröffneten. „Alt Nied ist durch den Umbau erheblich attraktiver geworden, macht einen aufgeräumten Eindruck und ist vor allem sicherer. Hierfür war auch das Engagement der Bürger wichtig. Damit schaffen wir nun neue Impulse für den über Jahre vernachlässigten und trostlosen Ortskern“, sagte Planungsdezernent Mike Josef, der ergänzend hinzufügt, „dass der Straßenzug mit neuen Gestaltungselementen zusätzlich belebt werden kann“.

Verkehrsdezernent Klaus Oesterling sieht ähnliche Verbesserungen: „Die Stellflächen für die Autos sind mit diesem Umbau deutlich übersichtlicher angeordnet, die Verkehrsführung daher besser einsehbar. Die schmalere Fahrspur lässt die Autofahrer automatisch abbremsen, was auch die Sicherheit auf der Straße Alt-Nied erhöht“.

Die 250 Meter lange Umgestaltung der Straße Alt-Nied gehört zum Gemeinschaftsprojekt „Schöneres Frankfurt“ des Amtes für Straßenbau und Erschließung (ASE) und des Stadtplanungsamtes. Ziel soll es sein, die öffentlichen Straßen und Plätze der Frankfurter Stadtteile als Aufenthaltsraum aufzuwerten und damit auch das städtische Leben zu bereichern. Das Programm „Schöneres Frankfurt“ entstand im Jahr 2000 nach einem Beschluss der Stadtverordneten, die in einer Prioritätenliste von über 100 Projekten festgelegt wurde und inzwischen immer wieder erweitert wurde.

Nun waren die Bewohner des Stadtteils Nied an der Reihe. Neben den Straßenarbeiten wurden die Gehwege verbreitert und komfortabler gestaltet, es entstanden 30 Stellplätze für Autos, an neu angebrachten Fahrradbügeln können Räder sicherer abgestellt werden, sperrige Glas-Container sind im Boden versenkt und nur noch die Einwurf-Öffnungen sichtbar. Im Herbst werden dann an der Ostseite der Straße schattenspendende Bäume gepflanzt.

Die Buslinien 51 und 54 haben nach über 15 Monaten Umleitung wieder ihre reguläre Fahrstrecke aufgenommen und die Bushaltestelle Nied Brücke hat ein überdachtes Wartehäuschen bekommen. Besonders gut angekommen ist der denkmalgeschützte Bereich vor der alten Polizeistation, dort wurde Natursteinpflaster verlegt.

Der Straßenabschnitt ist so gebaut, dass sich Bürger ohne Hindernisse bewegen können. Taktile Leitelemente helfen Menschen die schlecht sehen können bei der Orientierung. Die Netzdienste Rhein-Main (NRM) hat dazu verschiedene Versorgungsleitungen erneuert und auf 300 Metern hat die Mainova-Tochter Gas- und Trinkwasserleitungen getauscht. Dazu wurden rund 30 Gas- und Trinkwasser-Hausanschlüsse erneuert.

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