Thema „Brandschutz, Sicherheit und Energie“ bei der zweitägigen Gewerbeschau in Nied

Miteinander ins Gespräch kommen

Die Little Diamonds des Nieder Carneval Clubs eröffneten am Wochenende die Gewerbeschau. Fotos: Faure

Nied (jf) – Gleich vier königliche Hoheiten besuchten die Gewerbeschau im Saalbau Nied: Die vorjährige Goldsteiner Rosenkönigin Denise I. und ihre gerade gewählte Nachfolgerin Alexandra I. , die Apfelweinkönigin Manuela I.

aus dem Gallus und die Bergen-Enkheimer Apfelweinkönigin Sissy I.

32 Organisationen und Unternehmen hatten ihre Stände am vergangenen Wochenende vor und im Saalbau aufgebaut. Wirtschaftsdezernent Markus Frank informierte sich bei einem Rundgang über das Angebot. Gerhard Gabler, Vorsitzender des Gewerbevereins, begrüßte die Gäste nach einer gelungenen Vorführung der Gruppe Little Diamonds des Nieder Carneval Clubs.

„Mit der Gewerbeschau wollen wir eine alte Frankfurter Tradition wieder aufleben lassen und kleinen und mittleren Betrieben eine Bühne bieten“, erklärte Frank. Dafür biete das neue Format Frankfurt am Start beste Voraussetzungen. Im Mittelpunkt der Gewerbeschau in Nied stehe das Thema „Brandschutz, Sicherheit und Energie“. Die anschließende Gesprächsrunde mit Gerhard Gabler, Oliver Schwebel, Geschäftsführer der Frankfurter Wirtschaftsförderung, Michael Härtlein, Marketing-Agentur Mainline, und Lisa Scherdel, Anzeigenleiterin der Mediengruppe Offenbach-Post, moderierte Axel Grysczyk, Redaktionsleiter des Frankfurter Wochenblatts. „Warum gibt es die Gewerbeschau?“, fragte Grysczyk. „Wir wollen vor Ort die Menschen mit den Gewerben zusammenbringen“, antwortete Schwebel. Gabler ergänzte: „Man muss sich zeigen. Der Gewerbeverein Nied ist gut in den westlichen Stadtteilen vernetzt. Eigentlich sind unsere Auftragsbücher derzeit voll, aber man muss in die Zukunft denken, gutes Personal fehlt.“ Alle Anstrengungen nützten jedoch nichts, wenn keiner hingehe und die Betriebe eingehen. „Billig mag geil sein, aber es ist nicht immer preiswert“, fügte Gabler hinzu.

In Bezug auf Kommunikation sehe er die Gewerbebetriebe gut aufgestellt, bemerkte Härtlein. „Die Präsenz auf Social Media ist die digitale Ergänzung. Die gute Mischung aus vielen Formen der Kommunikation macht es aus“, äußerte der Marketing-Profi.

Einen leichten Trend zur Rückkehr der analogen Kommunikation stellte Schwebel fest. „Es ist spürbar, dass Traditionen und Betriebe vor Ort höher geschätzt werden“, sagte er. Deshalb interessierten sich auch weitere Stadtteile nach Einschränkung der verkaufsoffenen Sonntage für das Format Frankfurt am Start mit den Gewerbeschauen, bei denen die Zusammenarbeit zwischen Stadtteil, Gewerben und Wirtschaftsförderung im Vordergrund steht.

Über erfolgreiche Kommunikationswege in den Bereichen Print, Online, Radio und TV informierte Scherdel.

„Wie steht denn Nied als Stadtteil da?“, fragte Grysczyk weiter. „Wir sind zufrieden“, antwortete Gabler, das Quartier liege zwischen Main und Nidda im Grünen. Natürlich fehlten einige Geschäfte, etwa ein Metzger. Doch da sei man in Gesprächen über die Einrichtung eines Marktes auf einem privaten Gelände – der Vorschlag zur Etablierung eines Wochenmarktes sei aufgrund zu weniger Zusagen abgelehnt worden. „Die Zusammenarbeit mit der Stadt ist gut. Nur bei der Ausführung hapert es noch“, äußerte Gabler. Für die Gewerbe in Nied sieht er eine Zukunft, wenn sie sich ausreichend vom Allgemeinangebot absetzt. Eine Abwanderung ins Stadtzentrum halte er für unrealistisch.

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