Suppenfest verbindet Bewohner und Besucher im Frankfurter Westen

Kulturenvielfalt in Höchst: Viele Spezialitäten präsentiert

Geduld mussten die Besucher mitbringen: Es war voll an den vielen Suppenständen im Höchster Zentrum.

Höchst (red) – Dass der Westen Frankfurts auch feiern kann, hat eindrucksvoll das internationale Suppenfest direkt im Herzen von Höchst am Wochenende bewiesen: Markus Frank, Dezernent für Wirtschaft, Sicherheit, Sport und Feuerwehr, outete sich auf dieser neunten Veranstaltung als bekennender Suppenfan – und das schon seit seiner Kindheit.

„Ich habe mich schon Tage vor dem Fest gefreut und werde sicher das eine oder andere Süppchen genießen. Was mich aber besonders beeindruckt, sind die vielen Vereine, die Gruppen, Privatpersonen und der Ortsbeirat sechs, die sich auch in diesem Jahr für das Fest nicht nur engagieren, sondern auch eifrig mitarbeiten. Es ist nicht nur die arbeitsintensive Ausrichtung des Festes, sondern auch die gute Stimmung unter den vielen Besuchern unterschiedlichster Kulturen, die mit einem derartigen Fest auch das Zusammenleben fördern“, sagte Frank, der es sich nicht nehmen ließ, das Höchster Suppenfest zu eröffnen. .

„Ich bin sicher, dass sich die Internationalität unserer Stadt in den verschiedenen Suppenzubereitungen widerspiegeln wird. Dazu gehören natürlich auch die vielen Gespräche zwischen den Bewohnern des Stadtteils“, sagte Frank, der nach seiner Ansprache, wie viele andere Besucher auch, Ausschau nach einer Lieblingssuppe hielt.

„Es soll ein Fest für alle Höchster Bürger sein. Wir wollen damit auch erreichen, dass die Menschen die hier leben, sich besser kennenlernen. Und das geht in der Regel nirgendwo besser, als auf einem Fest“, sind sich Susanne Serke, Ortsvorsteherin (CDU) und Michael Wanka, stellvertretender Ortsvorsteher (SPD) ganz unpolitisch einig.

Es begann alles 2008 mit dem „Bunten Tisch-Höchst Miteinander“ einer Initiative von Höchster Bürgern, die durch konkrete Schritte zu einem besseren Verständnis und einem guten Miteinander am öffentlichen Leben in Höchst beitragen will. „Höchst Miteinander“ versteht sich als eine Lebensform der Vielfalt unterschiedlichster Kulturen, die sich als gegenseitige Bereicherung sehen. Insbesondere will man damit die Kontakte zwischen den in Höchst lebenden Migranten und ihren Vereinigungen und den heimischen Vereinen herstellen und gemeinsame Projekte angehen. Ein Event ist dabei das internationale Suppenfest. Vom serbischen Eintopf, Curry-Bananensuppe, Caribean-Coconut-Pea-Soup, über Röschen im Topf, eritreische Linsensuppe, pakistanische Rote-Beete-Suppe oder Karotten-Ingwer-Kokos- Suppe, die Vielfalt war fast grenzenlos.

An den zahlreichen Ständen an der Bruno-Asch-Anlage warteten fast ganztägig lange Schlangen, um möglichst viele Suppen probieren zu können. Wer es nicht schaffte, begnügte sich mit Kaffee und Kuchen. Es gab auch eine fachkundige Jury, die zum Schluss des Festes entschied, dass die „Eritreische Linsensuppe“ unschlagbar war und als beste Suppe des Tages prämiert wurde. Zum Höhepunkt des Festes gehörte auch das Aufstellen des „Suppenbaumes“. Frank und Serke war es vorbehalten, den Baum mit den Namen vieler Sponsoren von den Abdeckungen zu befreien. Er wird sicher auch wieder im nächsten Jahr dort stehen.

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