Weihnachtliche Lieder und Vorlesegeschichten

Kinder besuchen Senioren

Jung und Alt im Seniorenwohnheim – sie verstanden sich gut. Foto: Mohr

Nied/Höchst (zmo) – Den Kindern der Tagesstätte St. Markus in Nied wird selten langweilig. Dafür sorgt seit mehr als fünf Jahren der Leiter der Einrichtung, Mate Pasalic.

Ob Fußballspiele, Theateraufführungen, Singen und Malen oder Ausflüge, dem studierten Sozialpädagogen ist es wichtig, dass „seine“ Kinder die Kita nicht nur als Tagesaufenthalt sehen, sondern sich dort auch sinnvoll beschäftigen: Dass sie rauskommen in die Natur, andere Plätze und andere Menschen kennenlernen.

Jetzt, kurz vor dem Weihnachtsfest, wurde dann auch mit großer Freude die Anfrage von Reinhard Skodda, dem Leiter des Seniorenpflegeheims „Domicil“ in Höchst entgegengenommen, ob die Kinder von St. Markus nicht einmal die Senioren seiner Einrichtung in Höchst besuchen können.

Mit den vier bis sechs Jahre alten Kindern der Kita wurden dann auch kräftig Weihnachtslieder geübt, die dann im Festsaal des „Domicils“ vorgetragen wurden. Für die zahlreichen Senioren war der Auftritt der Kleinen ein sehr emotionales Erlebnis.

Das galt aber auch für die Kinder. Viele von ihnen kennen kaum die eigenen Großeltern, die weit weg wohnen und die sie daher nur selten sehen können. Das gilt ganz besonders für die ausländischen Kinder.

Für Mate Pasalic sind derartige Treffen deshalb enorm wichtig. „Die Kinder lernen, dass auch alte Menschen zur Gesellschaft gehören und sie bereichern. Empathie und Rücksicht für Ältere, Schwache und Kranke sind Charaktereigenschaften, die sich hier entwickeln können“, sieht Pasalic die Vorteile dieser Zusammentreffen und ergänzt, „dass die Kinder durch die persönlichen Begegnungen mit den Senioren, mehr über Alterungsprozesse, Behinderungen, Verhaltens- und Lebensformen erfahren. Sie werden später davon profitieren.“ Für die Kitaleitung ist klar, dass sich durch diese generationsübergreifenden Treffen auch die zwischenmenschlichen Beziehungen alter und junger Menschen verbessern. Schon das erste Treffen zeigte deutlich, dass Senioren und Kinder sich immer besser verstanden, je länger der Aufenthalt in der Einrichtung dauerte.

Nachdem die St. Markus Kinder mit „professioneller“ Unterstützung der Kitaleitung ihre Weihnachtslieder vorgetragen haben, gab es natürlich Kuchen und Kakao für die kleinen Interpreten.

Aber auch die Senioren hatten sich auf diesen Tag vorbereitet und trugen zwei Weihnachtsgeschichten vor, die von den Kindern aufmerksam angenommen wurden. Auch für Reinhard Skodda bedeutete dieses Treffen eine gelungene Veranstaltung, die er gerne fortsetzen möchte. „Wir haben in unserem Haus 170 Plätze zur Verfügung, und betreuen alle Pflegegrade. Leider können viele Senioren aus gesundheitlichen Gründen an derartigen Veranstaltungen nicht teilnehmen.

Aber für die rund 50 anwesenden Bewohner des Domicils war es ein ereignisreicher Tag, der ihnen sichtbar viel Freude bereitete“, sagte Reinhard Skodda, der seit sieben Jahren das Domicil leitet und diese Veranstaltung nicht als Einzelaktion verstehen will.

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