Ohne ehrenamtliche Helfer geht es nicht

40 Jahre Begegnungsstätte gefeiert

Feierten 40 Jahre Begegnungsstätte Praunheim (von links): Sabine Harynek, Ruwen Krieger, (beide Frankfurter Verband), Rizwan Embaye, Charly Heise (Ehrenamtler), Christian Meyer-Wolf, Helga Staffetius (Betreuung) und Barbara Choisi (Frankfurter Verband). Foto: Mohr

Praunheim (zmo) – Der Frankfurter Verband wurde 1918 während des Ersten Weltkrieges gegründet, hat im vergangenen Jahr sein 100-jähriges Jubiläum gefeiert und gehört in Frankfurt zu den größten Trägern sozialer Einrichtungen.

Seine Dienstleistungen vor allem älteren Bürgern gegenüber, sind unschätzbar. So sieht das auch Christian Meyer-Wolf, Fachbereichsleiter „Wohnen und Seniorendienste“, der am Freitag die Begegnungsstätte in Praunheim besuchte, die jetzt ebenfalls ihr 40-jähriges Bestehen feierte: „Wir können in Frankfurt stolz auf die zahlreichen Angebote des Verbandes sein. Vom ambulanten Dienst über die Pflegeheime, dem betreuten Wohnen, dem Hausnotruf, aber auch mit dem Freizeit- und Veranstaltungsprogramm „Aktiv Älterwerden“, bieten wir den Bürgern eine vielfältige Unterstützung“, sagte Meyer-Wolf in seiner Geburtstagsrede. Weiterhin gab er einen kurzen Rückblick auf die vergangenen 40 Jahre in der Begegnungsstätte (BGZ) Praunheim.

Insgesamt gibt es in Frankfurt 23 Begegnungszentren, die sich aktiv, aber auch mit großer Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern, um die Belange älterer Bürger kümmern. Der Frankfurter Verband sucht für jeden Ehrenamtlichen, der sich zukünftig engagieren möchte, den geeigneten Einsatzbereich aus. Der zeitliche Rahmen wird von den Interessenten weitestgehend selbst bestimmt.

Möglichkeiten gibt es viele: Begleitung von Menschen auf Spaziergängen, Unterstützung pflegender Angehöriger, ihnen mit nützlichen Tipps und Informationen das Leben erleichtern, Ausflüge oder Urlaubsreisen planen und arrangieren, Kindern bei den Hausaufgaben helfen und vieles mehr.

Auch neue, eigene Ideen werden gerne aufgegriffen. „Im Gespräch ist derzeit wieder ein soziales Pflichtjahr für junge Menschen einzuführen, um damit den personellen Bedarf in diesem Bereich verbessern zu können. Aber auch ältere Bürger, die an einem Ehrenamt im sozialen Bereich Interesse haben, könnten bei einem vorzeitigen Ruhestand und entsprechenden finanziellen Anreizen zu einem Einsatz bereit sein“, sieht Meyer- Wolf weitere Möglichkeiten, den immer größer werdenden Bedarf an ehrenamtlichen Helfern im sozialen Dienst zu optimieren.

Ruwen Krieger, seit mehr als zwei Jahren Leiter der Begegnungsstätte, zuvor in der Flüchtlingshilfe tätig, möchte in erster Linie die Kontakte einheimischer Bürger mit den Migranten in Praunheim herstellen. Erste Versuche bei einem gemeinsamen Kochen waren sehr erfolgreich. Mit einer afghanischen Kürbissuppe fing es an, mit Kuru Fasulye, einem türkischen weißen Bohneneintopf, geht es am Donnerstag, 19. Dezember, weiter. „Mit diesem Programm wollen wir die Integration und das kulturelle Zusammenleben aller Praunheimer Bürger stärken“, sagte Krieger. Weitere Infos zu den Angeboten im BGZ Praunheim und dem Frankfurter Verband gibt es online auf

www.frankfurter-verband.de.

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