Neujahrsempfang des Ortsbeirates 6

Höchst steht ereignisreiches Jahr bevor

Höchst (red) – Wenn der Ortsbeirat 6 in nicht allzu ferner Zukunft zum Neujahrsempfang lädt, wird dieser mit ziemlicher Sicherheit im Bolongaropalast stattfinden.

Noch sind die Sanierungsarbeiten des Höchster Verwaltungssitzes nicht abgeschlossen und so traf man sich am Freitagabend in der Aula der IGS West. Dort dankte Oberbürgermeister Peter Feldmann zunächst der Bürgervereinigung Höchster Altstadt, mit deren Hilfe eine neue Glocke für den Glockenturm des Bolongaropalasts gegossen werden konnte. Ende 2018 wurde diese im Beisein Feldmanns an die Stadt übergeben. Für den Oberbürgermeister ein weithin hörbares Signal, dass Frankfurt eine Stadt der Bürgerbeteiligung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts ist: „Kurz vor Weihnachten hat die Stadt dieses ehrbare Geschenk erhalten. Was für ein großartiges ehrenamtliches Engagement!“, würdigte Feldmann die Initiative während seiner Ansprache.

Der von Ortsvorsteherin Susanne Serke geleitete Ortsbeirat 6 umfasst jedoch nicht nur Höchst, sondern auch die übrigen westlichen Stadtteile Goldstein, Griesheim, Nied, Schwanheim, Sindlingen, Sossenheim, Unterliederbach und Zeilsheim. Als zuständiger Dezernent für diese westlichen Stadtteile unterstrich Feldmann, dass die Stadt bereits im vergangenen Jahr viel geleistet habe, um die Entwicklung des Frankfurter Westens voranzutreiben – und auch 2019 daran festhalten werde, die angestoßenen Entwicklungen fortzuführen. „2018 wurden in Ihrem Ortsbezirk zahlreiche Feste gefeiert. Viele Vereine waren dabei, die vor mehr als 100 Jahren gegründet wurden. All diese und alle anderen Feste sind nur denkbar dank Ihres stark ausgeprägten Bürgerengagements“, wandte sich der OB an die Anwesenden. In diesem Jahr sticht die 1225-Jahrfeier in Zeilsheim heraus. „Viele beklagen den Zerfall der Gesellschaft. Wenige loben Menschen, die für Zusammenhalt stehen. Heute überbringe ich Ihnen deshalb ein Dankeschön der Stadt für Ihren Einsatz! Denn Sie sind Vorbilder des gelebten Gemeinsinns“, sagte Feldmann. Auch Stadtbezirksvorsteher, Sozialbezirksvorsteher, Kinderbeauftragte und viele weitere Ehrenamtler seien dafür verantwortlich, dass Frankfurt trotz all seiner Gegensätze für Solidarität und bürgerliche Eigenverantwortung stehe.

Dieses vorbildliche Wirken gelte es seitens der Kommunalpolitik zu unterstützen. „Anfang Dezember habe ich im Trausaal des Standesamtes eine Leistungsbilanz für den Frankfurter Westen vorgestellt“, sagte Feldmann. Diese kann sich sehen lassen: Insgesamt sind 2018 mehr als 106 Millionen Euro in die westlichen Quartiere geflossen. Dabei standen Wohnungsbau, Verbesserung der Lebensqualität und Entwicklung der Wirtschaftsstruktur im Vordergrund. Nied und Sossenheim wurden in das Förderprogramm „Soziale Stadt“ des Bundes aufgenommen. Nicht zu vergessen die aufwendigen Bauarbeiten an der Spundwand des Mainufers und die Rettung der Porzellanmanufaktur.

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