Grüngürtel-Kuchen zum Auftakt

Geocaching zum Saisonstart des Bildungsprogramms

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Die Siebtklässler freuen sich: Der letzte Cache in der Neuen Altstadt ist ein Gugelhupf mit Grüngürtel-Tieren aus Marzipan.

Höchst/ Altstadt (jf) – Ein „tierischer“ Gugelhupf war der letzte Cache. Eine verdiente und willkommene Entdeckung beim ersten Geocaching im Grüngürtel in diesem Jahr. Mintfarbene Grüngürtel-Tiere zierten den Kuchen, der an Ort und Stelle angeschnitten und probiert wurde.

Mitten in Frankfurts Neuer Altstadt. Am Stoltze-Brunnen endete die Tour der 21 Siebtklässler des Adorno-Gymnasiums nach etwa fünf Stunden. Eine Viertelstunde vorher hatten sich die Jugendlichen mit Bildungsdezernentin Sylvia Weber und Vertretern des Vereins Umweltlernen, des Stadtschulamtes und Rainer Berg vom Stadt-Wald-Haus vor dem Eingang zum Römer getroffen. Weber stellte das Bildungsprogramm „Entdecken, Forschen und Lernen“ für Schule und Kitas 2019 vor. Klima ist dabei der Schwerpunkt. 92 Angebote, darunter sieben Fortbildungen, enthält das diesjährige Programm. Seit 2003 gibt es diese Bildungsinitiative im Grüngürtel, damals waren die heutigen Siebtklässler noch gar nicht geboren. Christa Kirchner, „die Seele des Programms“, wie Sylvia Weber betonte, hat einen großen Anteil an der Entwicklung des Lernens im Grünen. Seit einigen Jahren wird Geocaching im Grüngürtel angeboten, Projektleiter Gregor Schwind ist dafür zuständig, er begleitete die Adorno-Schüler auch auf der ersten Tour des Jahres. Schon vor der „Schatzsuche“ hatten sich die Schüler mit dem zweitägigen Angebot „Klima Check – Geocaching im Grüngürtel“ vertraut gemacht. „Am ersten Tag testeten sie die GPS-Geräte im Niddatal, das ja zum Grüngürtel gehört und ganz in der Nähe der temporären Schulcontainer liegt“, berichtete Klassenlehrerin Annette Lommel-Sturm.

Am nächsten Tag ging es richtig los: Erster Treffpunkt war der Palmengarten, gut erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Seit 1996 gibt es dort ein Blockheizkraftwerk. „Damit konnten bisher etwa 2333 LKW-Ladungen an CO2 eingespart werden“, hatte Gregor Schwind errechnet. Das sind mehr als 3000 Tonnen Einsparung jährlich. Insgesamt sieben Caches sollten die Schüler finden, fünf in Bockenheim, dort war allerdings einer entwendet worden, zwei am Römer. Rechenaufgaben waren unterwegs ebenfalls zu lösen und führten anschließend zum nächsten Cache.

Auf der rund vier Kilometer langen Tour haben die Jugendlichen jede Menge gelernt. „Man kann viel tun für das Klima. Wir haben etwas über Frischluftschneisen gelernt, Solaranlagen gesehen und grüne Fassaden. Es ist besser, öffentliche Verkehrsmittel oder das Rad zu nutzen“, erklärte die 13-jährige Salma. Vom Passivhaus in der Gremstraße in Bockenheim führte die Tour schließlich zur Neuen Altstadt. „Die liegt zwar nicht im Grüngürtel, aber die Häuser haben fast Passivhaus-Standard“, bemerkte Sylvia Weber.

Der letzte Cache war ein bisschen schwierig zu finden, unter den Koordinaten N 50.110571; E 8.681806 war kein Baum, kein Strauch. Aber eine Apotheke. Und dort war dann auch der leckere Kuchen versteckt. Ein gelungener Auftakt.
Mehr Infos zum Grüngürtel und zum diesjährigen Programm gibt’s unter gruenguertel.de.

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