100 Jahre im Dienste Frankfurter Bürger

Begegnungszentren für alle offen

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Ruwen Krieger und Sabine Harynek vor dem Eingang der Begegnungsstätte in Praunheim.

Praunheim (zmo) – Als der „Frankfurter Verband“ 1918 gegründet wurde, waren die Kriegserlebnisse bei vielen Menschen noch sehr real. Da passte es, dass es den Verein gab.

Menschen aller Gesellschaftsschichten trafen sich in den Einrichtungen zu Gesprächen, vor allem um ihre schlimmen Erlebnisse verarbeiten zu können. „Jetzt, 100 Jahre später, hat sich gottlob vieles geändert, dennoch ist der Verein auch heute noch ein fester Platz der Frankfurter, die sich hier mit Gleichgesinnten treffen können“, sagte Sabine Harynek, die Leiterin des Begegnungszentrum Nordweststadt.

Der Frankfurter Verband ist der größte Träger sozialer Einrichtungen in Frankfurt. Ein umfangreiches Angebot deckt die gesamte Bandbreite von Dienstleistungen für ältere Frankfurter Bürger ab. Für Senioren reicht das Angebot des Frankfurter Verbandes von betreutem Wohnen, ambulanter Pflege und dem Hausnotruf bis hin zu eigenen Pflegeheimen und dem vielseitigen Veranstaltungsprogramm „Aktiv Älterwerden“. Auch im Bereich der Behindertenhilfe ist das Angebot umfassend und vielfältig: Betreutes Wohnen, Wohngruppen, ambulante Hilfen sowie eine stationäre Einrichtung für Schwerbehinderte – mit angeschlossener Tagespflege – machen es möglich, für alle individuellen Bedürfnisse ein passendes Angebot zu machen. So ist der Frankfurter Verband die erste Adresse, wenn es um die Belange von Frankfurter Senioren geht.

Im Praunheimer Begegnungszentrum hatten sich Sabine Harynek und ihr Stellvertreter Ruwen Krieger zu diesem Jubiläum allerhand einfallen lassen. Ihr Motto: „Eine kulinarischen Zeitreise in die 20er Jahre“ sollte die Historie des Verbandes in den Vordergrund stellen. Es gab mehrgängige Menüs, die heute fast vergessen sind, einige Besucher trugen die Mode der 20er und 30er Jahre, was vielen Gästen ganz besonders gefiel. Es gab eine hauseigene Theateraufführung, Live-Musik und ein Quiz mit tollen Preisen. Für Ruwen Krieger, der seit 2017 die Betreuung in Praunheim leitet ist diese Feier „eine willkommene Abwechslung vor allen Dingen für unsere älteren Besucher, die sich an die Erlebnisse zumindest der Nachkriegszeit des Zweiten Weltkrieges erinnern“.

Es sollte eine Feier werden die die Besucher der Begegnungsstätte zusammenrücken lässt, die an vergangene Zeiten erinnert und die aber auch allen das Gefühl geben soll, dass dort ein Platz ist, an dem jeder willkommen ist. Das ist offensichtlich an diesem Tag gelungen.

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