Erster Bauabschnitt ist fertiggestellt

Fortschritt am Bolongaropalast

Oberbürgermeister Peter Feldmann mit Ortsvorsteherin Susanne Serke auf dem Gerüst des Bolongaropalastes. Foto: Salome Roessler/Stadt Frankfurt/p

Höchst (red) – Die Bauarbeiten am Bolongaropalast kommen nach einigen Verzögerungen gut voran. Teile des Daches und der Fassade sind nun fertiggestellt, Sandsteine und historische Putzverzierungen wurden restauriert. Zudem stehen die ersten Aufzugschächte.

Damit ist der erste Abschnitt der Bauarbeiten abgeschlossen. Oberbürgermeister Peter Feldmann hat zu diesem Anlass die Baustelle gemeinsam mit Vertretern der Arbeitsgemeinschaft Bolongaro besichtigt.

Das Ende der Bauarbeiten ist für Herbst 2022 geplant.

Der ursprüngliche Termin konnte nicht eingehalten werden: „Ursächlich waren Gründungsschwierigkeiten im Erdgeschoss“, erläuterte Feldmann. So mussten fast 100 Bohrpfähle gesetzt werden, um den Untergrund zu festigen. „Diese Arbeiten konnten im Frühjahr abgeschlossen werden“, fuhr Feldmann fort, der als zuständiger Dezernent für die westlichen Stadtteile Frankfurts einen Dienstsitz im Bolongaropalast unterhält. Die Arbeiten an Dächern und Fassaden liegen im Zeitplan. Insgesamt erstrecken sich die Fassaden über eine Fläche von 6000 Quadratmetern. Bis jetzt wurden an der Straßenfassade 500 Quadratmeter restauriert, an der Gartenfassade sind es 150 Quadratmeter. Im Ostflügel des Palastes ist zudem das Dach bereits fertiggestellt, es folgten Malerarbeiten sowie die Installation von Blitzschutz und Taubenabwehr. Das während der Bauarbeiten benötigte Gerüst wird an dieser Stelle gerade abgebaut. „In diesem Jahr werden die Dächer und Fassaden des Ost- und Westflügels nahezu komplett fertiggestellt und abgerüstet“, berichtete Feldmann. „So wie jetzt in der Amtsgasse wird das Gerüst dann auch im Westen, in der Kranengasse, nicht mehr benötigt.“

Lediglich ein Teil des Gerüstes am Ostflügel in der Bolongarostraße wird noch bis Ende Juli gebraucht: Der Balkon ist noch in Bearbeitung, sein historisches Metallgeländer konnte erhalten werden und bekommt eine neue Lackierung. Insgesamt sind nun etwa zehn Prozent der Fassade und 20 Prozent des Daches fertig, der erste Abschnitt dieser Bauarbeiten ist damit abgeschlossen.

An der straßenseitigen Fassade des Ostflügels konnte ein weiteres Detail besichtigt werden. Der um 1900 ins Erdgeschoss eingebaute Laden wird nicht mehr benötigt. Die Eingangstür wurde bereits durch ein Fenster ersetzt, sodass die Fassade jetzt wieder den ursprünglichen Barockzustand aufweist. Wie an anderen Stellen wurde auch hier stark geschädigte Sandstein ausgetauscht, gut erhaltener Sandstein und die historischen Putzverzierungen der Fassade sorgfältig restauriert. Mit den Betonarbeiten für die Aufzüge und Treppenhäuser konnte im Februar begonnen werden, sie werden im Verlauf des Jahres weitgehend abgeschlossen.

Drei Personenaufzüge befinden sich derzeit in Arbeit, zudem wurde der Kleingüteraufzug in der späteren Küche der Gastronomie im Rohbau fertiggestellt. Er verbindet Keller und Erdgeschoss und soll Lebensmittel und Getränke transportieren.

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