Schüler der Adolf Reichwein-Schule pflanzen für die Zukunft

Flügelnussbaum für den Klimaschutz

Bernd Abraham (von links), Nils Pelleringhoff, Antonia Kiechle, Lorena Deliot und die stellvertretende Schulleiterin Stefanie Stromberger pflanzen gemeinsam mit den Schülern einen Baum. Foto: Mohr

Zeilsheim (red) – Es war schon lange der Wunsch der Grundschüler der Adolf-Reichwein-Schule, etwas für den Klimaschutz zu tun. Im Ethik-Unterricht haben die Kinder mit ihrer Lehrerin Lorena Deliot viel darüber diskutiert.

Man sprach über die zunehmende Umweltverschmutzung und deren Auswirkungen, vor allem auch über den Raubbau des Regenwaldes und vertiefte sich dabei zunehmend in diese Thematik. Einige Schüler erklärten, dass sie sich oft noch vor dem Einschlafen damit beschäftigten. Zu Hause wurde in den Kinderseiten des Internets nachgeforscht, dabei hatten sie eine Menge über die Tiere und das Klima im Regenwald erfahren und Bücher über die Lebensformen gelesen.

„Es ist eine wichtige Aufgabe für uns, mit den Kindern schon in der Grundschule über das Thema Klimaschutz zu sprechen. Das geht am besten damit, dass wir ihnen die Natur auch im Unterricht näherbringen“, erklärte Lorena Deliot. So erzählten die Schulkinder der dritten Klasse viel über ihre Nachforschungen. Dass es im Regenwald, wo auch Menschen leben, oft brennt, dass es keine Straßen gibt und keine Feuerwehren, die an die Brandorte fahren können. Derartige Aussagen machten viele Kinder betroffen. „Ich habe Südamerika an die Tafel gezeichnet, ihnen erklärt, dass sich zwar viele Länder verpflichtet haben, den Regenwald zu schützen, aber eben nicht alle“, sagte Deliot.

Der Erfolg der Unterrichtsstunden über den Klimaschutz blieb nicht aus: Den Kindern war klar, dass sie etwas gegen den Klimawandel tun müssen, auch wenn es nur begrenzt ist. So kam der Vorschlag einer Schülerin: „Dann lasst uns doch wenigstens einen Baum pflanzen – hier bei uns an der Schule. Vielleicht machen es dann auch andere Kinder in Frankfurter Schulen so.“ Die Idee wurde mit Applaus angenommen und Fördermitteln des Stadtschulamts für die „Kooperativen Projekte“ umgesetzt. Der Verein „Umwelt Lernen“ half einen Baum zu besorgen, die Bepflanzung vorzubereiten. Ökologin Antonia Kiechle hat sich Zeit genommen, um den Kindern Fachwissen zu vermitteln.

Der Verein „Umwelt Lernen“ unterstützt und berät Schulen und Kitas bei nachhaltigen Natur- und Umweltbildungsprojekten, fördert Gestaltungskompetenz und soziales Lernen, entwickelt ein kooperatives Lernorte-Netz in Stadt/Land mit den Aspekten: Nachhaltige Entwicklung, Umwelt, Klima, Naturwissenschaften, Kultur, Ernährung, Gesundheit. Mit dem Lkw wurde dann vergangene Woche der sieben Jahre alte Flügelnussbaum auf dem Gelände der Adolf-Reichwein-Schule angeliefert. Bernd Abraham, Projektleiter von „Umwelt Lernen“ und Landschaftsgärtner Nils Pelleringhoff gaben den Kindern Einblicke in die Einpflanztechnik und Pflege des Baumes, der seinen Ursprung im Kaukasus habe und 25 Meter hoch werden kann. Mitarbeiter des Grünflächenamts sorgten für eine fachgerechte Einpflanzung. Die Kinder müssen nun dafür sorgen, dass die Aktion nachhaltig bleibt und der Baum gepflegt wird.

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