Oberbürgermeister nimmt seine Stadtteil- und Siedlungsbesuche wieder auf

Feldmann besucht Spielplatz

Hausbesuch mal anders: Oberbürgermeister Peter Feldmann auf dem Spielplatz in der Otto-Brenner-Siedlung. Foto: Stadt Frankfurt/p

Sossenheim (red) – Seit seinem Amtsantritt unternimmt Oberbürgermeister Peter Feldmann einmal im Monat Hausbesuche in unterschiedlichen Stadtteilen.

Unterbrochen durch den Corona-Shutdown hat er diese Praxis nun in angepasster Weise wieder aufgenommen. Nicht an der Wohnungstür, sondern auf dem wiedereröffneten öffentlichen Spielplatz der Otto-Brenner-Siedlung in Sossenheim unterhielt er sich jüngst mit Bürgern aus dem Stadtteil. Dabei galt es, besondere Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten.

Der Termin entstand in Zusammenarbeit mit dem gewählten Mieterbeirat der Siedlung. Wer das Stadtoberhaupt sprechen wollte, nahm an einem Tisch etwa zwei Meter gegenüber vom Oberbürgermeister Platz. Helfer regelten den Besucherverkehr, die Anwohner hatten vorher per E-Mail Fragen gestellt.

Sossenheim gehört seit 2017 zum Förderprogramm „Soziale Stadt“. Mit dessen Mitteln soll das Gebiet städtebaulich erneuert, sozial stabilisiert und ökologisch aufgewertet werden. „Es ist meine Vorstellung von Bürgernähe, mir ein unmittelbares Bild vor Ort zu machen und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Dies ist gerade in Zeiten wichtig, in denen sehr vieles anders ist. Denn die Sorgen werden nicht weniger. Daher freue ich mich, dass wir einen Weg gefunden haben, uns gemeinsam zu sprechen“, sagte Feldmann. Seinen letzten Hausbesuch vor der Corona bedingten Unterbrechung hatte er am 18. Februar in Bornheim unternommen. Zugleich war es ein Déjà-vu für den Oberbürgermeister: In der Otto-Brenner-Siedlung hatte er nach seiner Amtseinführung 2012 seinen ersten Hausbesuch absolviert. So griff er die Forderungen der Mieterinitiativen auf, gehört doch bezahlbares Wohnen zu seinen Kernthemen. Der zuerst nur für die städtische Wohnungsbaugesellschaft ABG vereinbarte Mietpreisstopp gilt auch für die Nassauische Heimstätte, zu der auch die Otto-Brenner-Siedlung gehört. Von 2019 bis 2023 wird das Immobilienunternehmen die Mieten um maximal ein Prozent pro Jahr erhöhen. Diese Vorgabe gilt für Bewohner mit einem mittleren Einkommensniveau und darunter. „Ein erstes gutes Ergebnis, auf das wir stolz sein dürfen“, sagte Feldmann. „Allerdings bleibe ich bei der berechtigten Forderung nach einem Mietpreisstopp für alle.“

Feldmann fallen auch die Veränderungen in der Siedlung auf. „Hier lässt sich erleben, was gute Nachbarschaft ist. Dank des Mieter-Beirats gibt es in der Otto-Brenner-Straße neue Tischtennisplatten, Spielgeräte, einen Bolzplatz, stabile Sitzbänke und Papierkörbe. Dazu vermitteln dessen Helfer bei Problemen und organisieren Feste im Stadtteil“, sagte Feldmann.

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