Kohleausstieg für den Industriepark Höchst: Millionenbetrag für neue Gasturbinen-Anlage

In Energieerzeugung investiert

Auf der Baustelle für die neue Gasturbinenanlage haben die Pfahlbohrarbeiten für die Fundamente begonnen. Foto: Infraserv Höchst 2020/p

Höchst (red) – Im Industriepark Höchst wird der Kohleausstieg Realität: Infraserv, die Betreibergesellschaft des Industrieparks, investiert einen dreistelligen Millionenbetrag in den Bau von zwei neuen Gasturbinen und die Modernisierung der bestehenden Gasturbinen-Anlage, um künftig bei der Nutzenergieerzeugung komplett auf Kohle als Energieträger verzichten zu können.

Mit der für 2022 vorgesehenen Inbetriebnahme der Anlagen ist die Vermeidung klimaschädlicher CO2-Emissionen in einer Größenordnung von rund einer Million Tonnen pro Jahr verbunden. Inzwischen haben die Arbeiten für den Bau der neuen Gasturbinenanlagen begonnen – ein zukunftsweisendes Großprojekt für Infraserv und ein wichtiger Meilenstein für die Zukunftssicherung des Industrieparks, Forschungs- und Produktionsstandort von mehr als 90 Unternehmen mit rund 22. 000 Mitarbeitern. .

„Mit der Investition in die neuen Gasturbinen sowie der Modernisierung der bestehenden Gasturbinen-Anlage setzen wir unsere Strategie zur Weiterentwicklung der Versorgungs-Infrastruktur und zur Steigerung der Energieeffizienz am Standort konsequent um“, erklärt Geschäftsführer Joachim Kreysing. Infraserv Höchst setzt nicht nur seit jeher auf die Vorteile der Kraft-Wärme-Kopplung, sondern speist auch die Abwärme aus Produktions- und Verbrennungsanlagen in die Versorgungsnetze des Industrieparks ein. Die Nutzenergieerzeugung im Industriepark ist somit schon heute hocheffizient und damit umweltfreundlich, denn der Bedarf an fossilen Brennstoffen und der damit verbundene CO2-Ausstoß fällt deutlich geringer aus. Rund 500.000 Tonnen CO2-Emissionen werden pro Jahr durch die Kraft-Wärme-Kopplung und die Abwärmenutzung vermieden. Zudem investierte Infraserv in den vergangenen 15 Jahren in eine der größten Ersatzbrennstoff-Verbrennungsanlagen Deutschlands, in der anstelle fossile Brennstoffe heizwertreiche Bestandteile von Siedlungs- und Gewerbeabfällen für die Energieerzeugung genutzt werden.

Auch die Biogasanlage des Industrieparks, die größte ihrer Art in der Bundesrepublik, liefert durch die Umwandlung von Klärschlämmen und organischen Abfällen in Biogas auf umweltfreundliche Weise Energie. „Mit den Investitionen der vergangenen Jahre haben wir die Effizienz bei der Energieversorgung kontinuierlich gesteigert“, betont Kreysing. „Dank der neuen Gasturbinenanlagen und der Modernisierung der bestehenden Anlage wird der Industriepark Höchst in Sachen Energieeffizienz künftig einen Spitzenplatz unter den europäischen Produktionsstandorten der Chemie- und Pharmaindustrie einnehmen.“ Damit sind die Infraserv-Investitionen in die neue Energie-Erzeugung nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern vor allem auch ökonomisch von großer Bedeutung.

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