Endometriosezentrum am Krankenhaus Nordwest zertifiziert

Hohe Qualität der Diagnostik gelobt

Praunheim (red) – Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus Nordwest ist von der Zertifizierungseinrichtung Euro-Endo-Cert sowie der Enodmetriose-Vereinigung Deutschland im Auftrag der Stiftung Endometriose Forschung (SEF) sowie der Europäischen Endometriose Liga erfolgreich als Endometriosezentrum zertifiziert worden und bescheinigt damit dem interdisziplinären Team um Professor Jörg Engel, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus Nordwest und Leiter des Endometriosezentrums, die „Struktur- und Prozessqualität eines klinischen Endometriosezentrums“ erreicht zu haben.

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Die Prüfer lobten insbesondere die hohe Qualität in der Diagnostik und der operativen Therapie der Endometriose am Krankenhaus Nordwest sowie die sehr gute Organisation der Abläufe. Das Zertifikat bestätigt, dass in der Einrichtung die Behandlung der Endometriose an den individuellen Bedürfnissen der Frau und den aktuellen Leitlinien orientiert ist.

„Die Zertifizierung als Endometriosezentrum und der damit bestätigten hohen Behandlungsqualität kommt vor allem unseren Patientinnen zugute“, freut sich Dr. Rafaela Korte, Geschäftsführerin am Krankenhaus Nordwest. „Dahinter stehen ein hervorragend eingespieltes Team aus Ärzten und Pflegekräften und sehr gut etablierte Abläufe.“

Endometriose betrifft etwa zehn Prozent aller Frauen und ist damit eine der häufigsten gutartigen gynäkologischen Erkrankungen. Bei 20 bis 30 Prozent der Frauen, die ungewollt kinderlos bleiben, steckt die chronische, gutartige Wucherung der Gebärmutterschleimhaut dahinter. Unter der Leitung von Professor Jörg Engel und Professor Hans-Rudolf Tinneberg bietet das Endometriosezentrum der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe das gesamte Spektrum von der Beratung über die Diagnostik bis hin zu verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten.

„Endometriose wird häufig erst spät diagnostiziert und geht bei den oft noch jungen Frauen einher mit Blutungsstörungen und Unfruchtbarkeit. Zwischen ersten Symptomen und der Diagnose vergehen häufig Jahre und der unerfüllte Kinderwunsch ist für viele der Patientinnen ein sehr großes Problem“, sagte Professor Tinneberg. Die Erkrankung wird durch das Vorkommen von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter charakterisiert. Die Folge sind starke Menstruationsbeschwerden, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sowie Missempfindungen beim Wasserlassen. Eine Therapie kann je nach Art und Beschwerden medikamentös oder chirurgisch erfolgen.

Eine Operation wird dann notwendig, wenn trotz einer medikamentösen Therapie weiterhin Beschwerden bestehen oder eine tief infiltrierende Endometriose mit starken Schmerzen vorliegt. Auch bei unerfülltem Kinderwunsch wird zu einem chirurgischen Eingriff geraten, da eine klassische medikamentöse Therapie gleichzeitig empfängnisverhütend wirkt. Das zertifizierte Endometriosezentrum am Krankenhaus Nordwest verfügt mit einer MIC-III-Qualifikation über die höchste Zertifizierung für minimal invasive gynäkologische Eingriffe und bietet betroffenen Patientinnen somit eine hohe Expertise auf diesem Gebiet. Kosmetisch störende Narben werden dank der minimal invasiven Eingriffe vermieden und Komplikationen in der Heilungsphase können im Vergleich zu offenen Operationen reduziert werden. Da die Laparoskopie, bei der mithilfe eines optischen Instruments innerhalb der Bauchhöhle operiert wird, eine bessere Sicht als herkömmliche Operationsmethoden bietet, ist sie zudem besser geeignet, um eine komplette Sanierung aller Befunde zu erreichen.

Betroffene können sich zwecks Vereinbarung einer Sprechstunde unter Z 069 76014580 oder per E-Mail an gluhakovic.sandra@khnw.de an das Sekretariat des Zentrums wenden.

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