50 Rasperry Pis für Adorno-Gymnasium

Einplatinen-Computer für IT-Nachwuchs

Stefan Knoll (links) übergibt Mathias Koepsell einen Rasperry Pi, dabei sind Hannes Pulch, Torsten Schulz und Stefan Söhngen.
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Stefan Knoll (links) übergibt Mathias Koepsell einen Rasperry Pi, dabei sind Hannes Pulch, Torsten Schulz und Stefan Söhngen.

Höchst (jf) – Was würde wohl Theodor W. Adorno dazu sagen? Das bleibt (leider) Spekulation. „Gewusst hätte ich schon gerne, was der Namensgeber der Schule zur Digitalisierung gemeint hätte“, bemerkte Stefan M. Knoll, Gründer und CEO der Deutschen Familienversicherung.

Er war mit Kollegen in die Container-Schule in der Palleskestraße in Höchst gekommen, um ein Geschenk zu überreichen: 50 Rasperry Pis. „Den Gedanken dazu hatten wir schon vor etwa zwei Jahren zu unserem zehnten Geburtstag. Da übergaben wir Ministerpräsident Bouffier einen Rasperry Pi. Ob er ihn jemals ausprobierte, ist nicht überliefert“, scherzte Knoll. Jedenfalls fasste man 2017 den Entschluss, eine Schule mit Einplatinen-Computern auszustatten. „Wir freuen uns über die großzügige Unterstützung beim Aufbruch ins digitale Zeitalter“, sagte Schulleiter Mathias Koepsell.

Die Gruppe ging vom Leiterzimmer hinüber in ein anderes Gebäude. In einem mit Computern ausgestatteten Raum saßen sieben Achtklässler – die AG Forscher, betreut von Hannes Pulch, hatte schon gewartet. „Dieses kleine Kästchen wird euer Leben verändern“, versprach Knoll bei der Übergabe der Geräte, „ihr entscheidet, was damit passiert. Ich wünsche mir, dass ihr mir in zehn Jahren schreibt, was ihr daraus gemacht habt. Und ich verspreche euch nicht nur, dass ich eure Briefe beantworte, sondern ihr bekommt auch noch ein modernes Endgerät.“

Diese Ankündigung verschlägt den Jugendlichen die Sprache. Dafür antwortet Koepsell: „Es ist schon toll, was gerade passiert. Nun haben wir auch einen besonderen Bezug zur Deutschen Familienversicherung.“ Der CEO hat da gleich noch einen Gedanken: „Wir werden demnächst ein Bienenprojekt starten. Vielleicht habt ihr Lust, da mitzumachen“, sagte er. Das begeisterte den Diplombiologen Hannes Pulch sofort. Da hat wohl eben eine wunderbare Freundschaft begonnen. „Wir als erstes börsennotiertes Unternehmen der Versicherungstechnologie wollen Kinder früh für die Digitalisierung interessieren. Nach Deutsch und Englisch sollte Programmieren ganz oben auf der Liste zu erlernender Fähigkeiten stehen“, ist sich Knoll sicher. „Es ist ganz im Sinne der Rasperry Foundation, die mit dem sehr einfach aufgebauten Rechner junge Leute an das Programmieren heranführen möchte“, ergänzte Stefan Söhngen, Vorstand der Montagsgesellschaft, die einen monatlichen Bürgerdialog zu Themen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft organisiert.

Das Gymnasium wird im Sommer auf den Campus Westend umziehen, ebenfalls an einen provisorischen Standort. „Dort werden wir dann zwei Informatik-Räume haben“, sagte Mathias Koepsell. Stefan Knoll denkt schon weiter: „Wir starten eine Initiative, um alle Schulen in Frankfurt, die entsprechende Bedingungen haben, mit Rasperry Pis auszustatten.“

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