Geld zwischen Binden versteckt

Zoll findet 25.000 Euro

Ein besonderes Bargeldversteck: 25.000 Euro tarnte eine Reisende in ihrem Gepäck in einer Packung für Damenbinden. Foto: Zoll Frankfurt/p

Flughafen (red) – Wie der Zoll jetzt mitteilte, haben Beamte bereits am 2. Oktober am Frankfurter Flughafen eine Reisende am Abfluggate Richtung Vietnam nach mitgeführtem Bargeld befragt. Die Passagierin habe daraufhin angegeben, sie habe etwa 20. 000 Euro in ihrem Gepäck.

Eine Barmittelanmeldung habe sie nicht vorgenommen, da sie von einer Anmeldepflicht nichts gewusst habe. Die Zöllner kontrollierten Rucksack und Bauchtasche – und fanden darin insgesamt 25.000 Euro.

Die Geldnoten waren in den Originalverpackungen von Damenbinden versteckt. Gegen die Reisende wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

„Wir haben Bargeld schon in Rasierapparaten, Schokoladenverpackungen und sogar in einer Hammelkeule entdeckt. Oft erklären uns die Reisenden dann, sie hätten Angst vor Diebstahl, und deshalb das Geld so versteckt, erläutert Christine Straß, Sprecherin beim Hauptzollamt Frankfurt. „Das ist zwar durchaus nachvollziehbar, auf die gesetzlich vorgeschriebene Barmittelanmeldung darf der Reisende aber trotzdem nicht verzichten.“ Denn: Verstöße gegen die Anmeldepflicht können Bußgelder bis zur Höhe von 1.000.000 Euro zur Folge haben.

Europaweit sind Drittlandsreisende verpflichtet, Barmittel ab 10.000 Euro bei der Ein- oder Ausreise in die beziehungsweise aus der Europäischen Union beim Zoll anzumelden. In 4843 Fällen meldeten Reisende im Jahr 2018 ihre Barmittel mit rund 173 Millionen Euro am Frankfurter Flughafen legal an. 1313 Mal wurden Verstöße gegen die Anmeldepflicht festgestellt, mit rund 25,6 Millionen Euro.

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