Mehr als 50 neue Wohnungen in Niederrad

Wohnprojekt feiert Richtfest

Richtfest für neue Wohnungen in Niederrad (von links): Ibro Sikoviç, Polier, Alf Weis, Rohbaubauleiter, Mike Josef, Planungsdezernent, und Joachim Lölhöffel, Vorstand Wohngeno. Foto: p

Niederrad (red) – Mit dem großen Bauprojekt nahe der ehemaligen Rennbahn schafft die Genossenschaft Wohngeno bezahlbaren Wohnraum und kulturelle Flächen für den Stadtteil. Das Richtfest beendet die Rohbauphase, bis Anfang 2021 wird das Gebäude bezugsfertig sein.

Das Richtfest läutet mit dem Beginn des Innenausbaus die letzte Etappe vor der Fertigstellung des fünfstöckigen Gebäudes in der Triftstraße 34 ein.

Mike Josef, Planungsdezernent der Stadt Frankfurt, nannte das Projekt in seiner Rede eine richtig gute Werbung für Frankfurt. „Ich freue mich sehr, dass dieses Projekt nach einer langen und nicht ganz einfachen Vorlaufzeit nun so weit gekommen ist. Es hat sich für alle gelohnt, dranzubleiben – für die zukünftigen Bewohner und für den Stadtteil.“ Der Politiker lobte die vielfältigen Qualitäten wie die Laubengänge, die kreativen Erdgeschossnutzungen oder den sozialen Anspruch. „Wo sonst gibt es eine Dachterrasse mit Skyline-Blick, die für alle Bewohner da ist – und das zu bezahlbaren Mieten. Ich bin überzeugt, dass das genossenschaftliche Wohnprojekt Be-Trift Schule machen wird“, sagte Josef.

Mit seinen mehr als 100 Mitgliedern ist „Be-Trift“ das derzeit größte Projekt dieser Art in Frankfurt. Die noch junge Genossenschaft Wohngeno realisiert mit „Be-Trift“ ihr zweites Projekt in zentrumsnaher Lage. „Unsere Kaltmiete wird deutlich unter den in Frankfurt üblichen Neubaumieten liegen und sich damit positiv auf den zukünftigen Mietspiegel auswirken. Etwa ein Viertel der Wohnungen wird öffentlich gefördert sein“, sagte Joachim Lölhöffel, Vorstandsmitglied der Wohngeno.

Im Zuge des Bundesmodellprogramms ‚Gemeinschaftlich wohnen, selbstbestimmt leben‘ wurde „Be-Trift“ als eines von vier hessischen Modellprojekten aufgrund seiner „innovativen Lösungen und Vorbildwirkung“ ausgewählt. Das Modellprogramm wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Kooperation mit dem Forum Gemeinschaftliches Wohnen, Bundesvereinigung.

Auf dem Dach wird eine Fotovoltaikanlage installiert, um eigenen Strom zu erzeugen. Das Mieterstrommodell hat beim „Ideenwettbewerb Klimaschutz“ der Stadt Frankfurt überzeugt und wird mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro gefördert.

Das Haus, das sich aus vier zum Teil unterschiedlich hohen Gebäudeabschnitten zusammensetzt, bietet seinen zukünftigen Bewohnern viel gemeinsame Fläche in Form von Laubengängen, Dachterrassen, einem Innenhof und einem Dachgarten. In die mehr als 50 Wohnungen wird eine Mischung aus Familien mit kleinen und großen Kindern, älteren Menschen, Singles und Paaren mittleren Alters sowie jungen Menschen mit Handicap einziehen. Dabei reicht die Altersspanne vom Neugeborenen bis zum über 80-jährigen Mitglied. Rund 30 Kinder freuen sich auf ihr neues Zuhause.

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