Förderstiftung Heimatmuseum Niederrad unterstützt Vereine mit 11.000 Euro

Wenn Teddys bunte Knöpfe tragen

Vertreter der Niederräder Vereine und Institutionen, die von der Förderstiftung Heimatmuseum Niederrad finanziell unterstützt werden Fotos: p

Niederrad (red) – Wenn Claus Kronenberg einen Spaziergang macht, dann ist das nicht immer ganz so wörtlich zu nehmen. Manchmal unternimmt er nämlich einen virtuellen Spaziergang durch Niederrad und kommt dabei an Vereinen und Institutionen im Stadtteil vorbei.

Im Gepäck hat er symbolische Schecks, die er als Vorsitzender des Stiftungsvorstandes der Förderstiftung Heimatmuseum Niederrad, übergibt. Von der Frauenhofschule bis zum Frankfurter Schützenkorps Oberforsthaus überreichte er insgesamt mehr als 11. 00 Euro, die fast immer den Kindern und Jugendlichen in Niederrad zugutekommen.

So war es eine gesellige Runde, die im Niederräder Heimatmuseum zusammenkam und den Niederräder „Rundgang“ mit Spannung verfolgte.

Die Vertreter der Vereine und Institutionen bekamen nicht nur ihren symbolischen Scheck, sondern konnten auch in kurzen Worten erklären, wofür das Geld verwendet werden soll: Der Förderverein der Frauenhofschule kann mit 1000 Euro das „Teddyprojekt“ in die Realität umsetzen. Hierbei bekommen die Erstklässler je einen Teddy, der in der Schule bleibt und so einen Anreiz bietet, gerne zur Schule zu gehen. Janette Wider, die Vorsitzende des Fördervereins, übergab Claus Kronenberg einen solchen Teddy, der jedoch nicht mit einem farbigen Knopf bestückt war: „Die Schulteddys sehen alle unterschiedlich aus, weil sie mit farbigen Knöpfen versehen sind – so hat jedes Kind seinen eigenen, erkennbaren Teddy im Klassenraum.“

1000 Euro kann auch die Heinrich-Hoffmann-Schule für kranke Kinder gut brauchen. 1000 Kinder werden pro Jahr unterrichtet, und zwar nicht, weil ein Beinbruch heilen muss, sondern eine längerfristige Krankheit einen normalen Schulbesuch unmöglich macht. Die Kinder bekommen durch die Spende die Möglichkeit, ein Theaterprojekt aufleben zu lassen.

Ebenfalls je 1000 Euro gingen an die beiden Niederräder Karnevalsvereine „Die Stichlinge“ und „NCV“. Beide trainieren Kinder und Jugendliche – und die Ausstattung kostet eine Menge Geld. „Außer neuen Schuhen werden wir mit der Spende auch einen Ausflug der Garden organisieren“, erzählt Jogi Mahr, NCV.

Das Projekt „Lampenfieber“, bei dem die Kleinen aus dem Kinderzentrum Kelsterbacher Straße ein Musical einstudieren, kann mithilfe der 1000 Euro nun durchstarten.

Die „Fleckebühler“ sind dankbar für 1000 Euro, denn so kann das Integrationsturnier ausgerichtet werden. Hierbei geht es nicht nur um Tore, Siege und Punkte. „Dieses Turnier ist etwas Besonderes, denn es wird ein Fairnesspokal vergeben“, erklärt Ludwig Seidl.

Der Förderkreis der Stadtteilbücherei Colibris erhielt ebenfalls 1000 Euro: „Das ist kein Einzelprojekt, wir streben eine längerfristige Unterstützung an, damit der Verein gut planen kann“, erklärt Kronenberg. Birgit Lenz freut sich und bestätigt, dass die Mittel nicht nur für die Stadtteilbücherei verwendet werden, sondern andere Projekte wie Lesungen, den inzwischen schon fest etablierten „lebendigen Adventskalender“ sowie den Bücherschrank eingesetzt werden.

2600 Euro erhielt das Schützencorps Oberforsthaus. Davon wird ein Lichtgewehr angeschafft, mit dem Jugendliche unter zwölf Jahren schießen dürfen.

Die Niederräder Turngesellschaft hat eine große Seniorengymnastik-Gruppe und von 1500 Euro sollen Balance-Pads angeschafft werden. Diese fördern den Gleichgewichtssinn und sind gerade für die Sturzprophylaxe ideal.

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