Wettbewerb mit 5000 Euro Preisgeld

RMV will Verbesserungen im ÖPNV

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Thomas Kern vom RMV-Vertrieb (links) und RMV-Geschäftsführer Jörg Puzicha (rechts) überreichen Khalil Ounzarni den Sieger-Scheck.

Flughafen (zmo) – Für den Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und das House of Logistics and Mobility (Holm) war es ein guter Tag.

Die Unternehmen hatten einen Ideenwettbewerb unter der Fragestellung „Wie kann man den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) attraktiver gestalten und wie kann es gelingen, auch außerhalb der Stoßzeiten mehr Fahrgäste in Busse und Bahnen zu bekommen“ ausgeschrieben. Mit dem Ergebnis waren beide zufrieden. 26 Teams hatten sich für den Wettbewerb angemeldet. Die Arbeiten wurden von einer ausgewählten Fach-Jury sorgfältig geprüft. Drei Teams überzeugten und schafften damit den Weg zur Preisverleihung in den Gateway Garden am Airport Frankfurt.

Der Sieger des Wettbewerbs freute sich nicht nur über 5000 Euro Preisgeld, sondern auch über bis zu 50.000 Euro für die Umsetzung seiner Idee. Khalil Ounzarni vom Siegerteam „Koto“ erklärte: „Unsere multifunktionale Smartphone-App bündelt Mobilitätsdienstleistungen, lokale Nachrichten und Informationen und integriert einen Onlineshop. So kann der Fahrgast in der App nicht nur sein RMV-Ticket kaufen, sondern auch noch am Zielbahnhof seine Brötchen bestellen, sein E-Bike buchen und alles, was sonst noch für ihn wichtig ist. Dazu können die Nutzer der App über ein Bonussystem Punkte sammeln, die für Freifahrten in gering ausgelasteten Zeiten eingelöst werden können.“

„Diese Idee greift die Sichtweise des RMV auf, den ÖPNV der Zukunft über Busse und Bahnen hinaus zu denken, und wird mit der Integration von Nachrichten und lokalen Geschäften zur Begleiterin in allen Lebenslagen“, sagte RMV-Geschäftsführer Professor Knut Ringat bei der Preisverleihung. „Damit wird die ÖPNV-Nutzung noch komfortabler. Die Kunden werden durch das Bonussystem motiviert, auch außerhalb der Kernzeit den RMV zu nutzen“, ergänzt er.

„Die Qualität der Einreichungen haben gezeigt, dass ein Branchenlabor wichtig für den ÖPNV ist. Das Holm hat mit dem Ideenwettbewerb den ersten Schritt zur Denkfabrik von morgen getan. Wir freuen uns auf das Team KOTO und auf die Realisierung ihrer Ideen“, sagte Holm-Geschäftsführer Michael Kadow.

Holm, (übersetzt: Haus der Logistik und Mobilität) ist ein interdisziplinär und branchenübergreifend arbeitendes Forschungs- und Bildungszentrum im Bereich Logistik und Mobilität. Im Holm kooperieren Hochschulen, Unternehmen und Institutionen der öffentlichen Hand.

Platz zwei machte das Team „Reachlix“ mit der Idee einer GeenApp, die die positiven Effekte der ÖPNV auf die Umwelt kalkuliert und diese belohnen. Platz 3 erreichten Michelle Theymann und Julian Michalowski für ihr ÖPNV-Strategiespiel, das den Spielern einzigartige Einblicke in die Abläufe des RMV vermittelt.

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